Gespräche mit Künstlern , 2015

Roman Pfeffer

Das Absolute macht mir eher Angst

Ein Gespräch von Franz Thalmair

Quer durch die Medien arbeitet sich der in Wien lebende Künstler Roman Pfeffer. Seine Skulpturen und Objekte, seine Fotografien, die zahlreichen sprach- und textbasierten sowie auf Kollaboration mit anderen KünstlerInnen angelegten Arbeiten, die Grafiken, Malereien und Videos, die er im vergangenen Jahrzehnt produziert hat, sind jedoch niemals zur Gänze das, was sie zu sein vorgeben. Allen Kunstwerken ist gemeinsam, dass ihnen Pfeffer ein Konzept zugrunde legt, mit dem er das jeweilige Medium an seine Grenzen führt und auf diese Weise die inhaltlichen, formalen und materiellen Voraussetzungen des künstlerischen Schaffensprozesses neu auslotet.

Roman Pfeffer siedelt sich mit seinem künstlerischen Handlungsfeld im Raum zwischen Alltag und Kunst an. Zum einen arbeitet er etwa mit Zimmerpflanzen wie handelsüblichen Gummibäumen und modifiziert ihr Erscheinungsbild derart, dass sie wie ihre Verwandten im Wald aussehen. Oder er transformiert Kochplatten, Wasserwagen und Kristallluster – alles Gegenstände, die sich auch außerhalb künstlerischer Zusammenhänge finden. Zum anderen eignet er sich die Kunstwerke von berühmten KollegInnen wie etwa Andy Warhol, Elaine Sturtevant oder Mark Rothko an, um ausgehend von der Kunstgeschichte seine eigene künstlerische Praxis voranzutreiben. Dabei korrigiert Roman Pfeffer, er verdichtet, er ordnet neu, er appropriiert, er zerstört und baut neu auf, wenn er Antworten auf seine künstlerischen Fragestellungen sucht. Seine Arbeit wird nicht nur von Ironie und Humor begleitet, auch ein Moment der Selbstreflexion ist den unterschiedlichen künstlerischen Formulierungen stets eingeschrieben.

Franz Thalmair: Du hast vor ein paar Wochen ein Video fertiggestellt. Darin stehst du auf einer Wiese im Wiener…

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