Ausstellungen: Potsdam , 2001

PETER FUNKEN

Tarnung : Enttarnung

Kunst auf der Bundesgartenschau Potsdam 2001
BUGA-Gelände, Potsdam, bis 30.10.2001

Eine Bundesgartenschau besitzt unterschiedliche, sich zum Teil widersprechende Aspekte: Da sind zum einen die oft älteren Besucherinnen und Besucher einer solchen Veranstaltung, die sich an Blumenrabatten, Wasserspielen und Platzkonzerten erfreuen. Gleichfalls ist die BUGA eine Leistungsshow regionaler Gartenbaufirmen und ein Präsentationsort für Steinmetzbetriebe, die in Potsdam eine neue Generation von Grabmalen (z. B. das „Sozialgrab“) auf einem Prototyp-Friedhof vorstellten. Die BUGA versteht sich als Zugmaschine für den Tourismus, als Standortentwickler für den Norden der Brandenburgischen Landeshauptstadt, als Vergnügungspark und ebenfalls als Ort für zeitgenössische Kunst und Kultur. Wie dies alles „unter einen Hut“ geht und was dabei herauskommt, zeigte die Potsdamer BUGA auf einem großen, in manchen Bereichen noch ziemlich leeren Terrain bis in den Oktober 2001.

Dass Kunst der Gegenwart bei einer solchen Großveranstaltung heute nicht fehlen darf, war den Planern der BUGA von Anbeginn bewusst. Welche Kunst auf dem Gelände gewünscht war, benannte Elmar Zorn, einer für das Kunstprojekt „Tarnung : Enttarnung“ Verantwortlichen, in seinem Katalogbeitrag: „Gefordert waren künstlerische Konzepte, die sich explizit auf den Ort und den gegebenen Kontext beziehen, bzw. eine enge Verbindung zu den gestalteten Parkbereichen herstellen.“ Eine weitere Vorgabe zum Kunstprojekt besagte, dass „Prozesse der Verwandlung zwischen Mimikry, Mimesis und Metamorphose – Kunst der Tarnung und Enttarnung“ auf der BUGA stattfinden sollten.

Ausgehend vom Umstand, dass die BUGA auf einem Gelände entstanden ist, das seit über 100 Jahren permanent militärisch genutzt wurde (zuerst vom preußischen Heer, später von der „Wehrmacht“, zuletzt von der „Roten…

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