Ausstellungen: Strassbourg , 1987

Hanne Weskott

A.R. Penck

Ulmer Museum 5.4.-10.5.1987
Musées de Strasbourg 23.5.-12.7.1987
Van Abbemuseum Eindhoven Herbst 1987

a.r. penck ist aus der zeitgenössischen Kunstszene nicht wegzudenken. Seit etwa 15 Jahren ist er in allen großen Ausstellungen vertreten und lebt doch erst seit 1980 in der Bundesrepublik, d.h. , um genau zu sein, tut er das jetzt auch nicht mehr. Seine neue Heimat ist London. Nach dem Wechsel von der einen deutschen Republik in die andere fällt das Einleben so manchem Künstler ziemlich schwer. Bei der Düsseldorfer Ausstellung „von hier aus“ hat penck dieses Problem visualisiert: „Quo Vadis Germania?“ lautete der fragende Titel. Im Katalogtext ‚ spricht er dann von der Komplexität der Kommunikation in unserem Land: „Man muß verstehen, daß sich die Existenz im Osten um eine Frage dreht, die nur zwei Seiten hat: entweder man ist für, oder man ist gegen das System. Im Westen sind beide Seiten dieser Entscheidung auch innerhalb des Systems möglich, ohne es je zu bedrohen. (…) Der Fokus hat sich von einer generellen Blickrichtung im Osten zu einer individuellen hier verändert.“ Was das für einen Künstler bedeutet, dessen gesamte Arbeit von einer Suche nach Metaphern der Kommunikation geprägt ist, läßt sich leicht ausdenken, aber nur schwer im Betrachten nachvollziehen. Der Katalog umfaßt immerhin Arbeiten von 1947 bis 1985, der Abbildungsteil allerdings beginnt erst bei 1959 und endet bereits bei 1984. Hier kann man also ablesen, in wie vielen Vor- und Rückschritten, in welchen Reduktionen und immer wieder neu hinzukommenden erzählerischen Breiten sich das Werk von Penck bewegt, das…

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