Titel: Insel Austria · von Patrick Werkner · S. 152
Titel: Insel Austria , 1987

Roman Scheidl

geb. 1949 in Leopoldsdorf/NÖ, lebt in Wien

»Wenn ich weiß, wie die Welt funktioniert, kann ich ganz ruhig leben.« So formuliert Roman Scheidl, wenn er über seine Arbeit nachdenkt. Seine Malerei ist ihm vor allem Mittel zur Welterkenntnis – ein beständiges Umkreisen von Fragen, die ihn selbst und die Menschheit betreffen. Er hat sich somit nicht wenig vorgenommen und ist auch überzeugt, daß seine Bilder wesentlichen Anteil an einem Prozeß haben, den er als Weg zu einem ganzheitlichen Leben bezeichnet. Es ist die Sehnsucht nach Harmonie, nach einer geistigen Mitte, das Wissen um die Zusammengehörigkeit des scheinbar Gegensätzlichen, das Erschrecken vor der Trennung in unvereinbare Extreme, wovon sein Schaffen bestimmt ist.

Das Interesse an seinen Bildern scheint zum einen aus eben jenem Bedürfnis nach Harmonie zu entspringen, zum anderen aber aus der Faszination durch eine Traumwelt, in der alles in Bewegung ist, in der Mensch und Natur, Mensch und Tier, Archaisches und Großstädtisches in symbolreicher Bildsprache und oft auch in mythischer Entrückung gezeigt sind. Diese Welt ist ihm jedoch nicht Ausdruck eines gegenwartsfliehenden Exotismus, sondern die eigentliche Wirklichkeit.
Patrick Werkner, 1985

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