Gespräche mit Kunstvermittlern · von Peter Funken · S. 416
Gespräche mit Kunstvermittlern , 2007

Brasilien die „Neue Welt“ schlechthin!

Ein Interview mit Alfons Hug von Peter Funken

Alfons Hug war in den Jahren 2002 und 2004 Chefkurator der 25. und 26. Kunstbiennale von Sao Paulo. Hug, der 1950 in Hochdorf/Schwaben geboren wurde, studierte Linguistik und vergleichende Literaturwissenschaft in Freiburg, Berlin, Dublin und Moskau. Von 1984 bis 2000 leitete er die Goethe-Institute in Lagos, Medellín, Brasilia, Caracas und Moskau. Von 1994 bis 1998 arbeitete Alfons Hug am Haus der Kulturen der Welt in Berlin und stand der Abteilung Bildende Kunst und Film vor, in dieser Zeit kuratierte er verschiedene Ausstellungen zeitgenössischer Kunst aus Afrika, Asien und Lateinamerika. In den Jahren 2003 und 2005 war Alfons Hug Kurator des brasilianischen Pavillons bei der Biennale von Venedig. Seit Mai 2002 ist er Leiter des Goethe-Instituts in Rio de Janeiro. Alfons Hug ist nicht nur ein Kenner der Kunstszenen von Amerika und in Europa, ebenfalls hat er sich mit Fragen nach der Aktualität und Bedeutung des Barock befasst und war vor kurzem Mitinitiator einer Wagner-Inszenierung Christoph Schlingensiefs im tropischen Opernhaus von Manaus.

Sie leiten das Goethe-Institut in Rio de Janeiro und haben bislang zweimal die Biennale von São Paulo kuratiert. Seit wann sind Sie in Brasilien tätig und wie erleben Sie, als ein aus Deutschland stammender Kunstwissenschaftler und Kurator die Kultur und Kunstlandschaft in einem der größten Länder der Welt, das von zahlreichen Widersprüchen und einer wechselhaften Geschichte geprägt ist?

Alfons Hug:Brasilien ist für mich eine Art Wahlheimat geworden, in der ich seit 1990 und an verschiedenen Orten insgesamt 12 Jahre…

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