Messen & Märkte , 2007

Jürgen Raap

Moderate Preise

Die „dc duesseldorf contemporary 2007“

Wer unbedingt eine Event-Veranstaltung abhalten will, der sollte in Düsseldorf lieber eine Modemesse durchführen. Da passt so etwas hin“, wehrte ein bekannter Kölner Galerist und ART COLOGNE-Teilnehmer ab, als ich ihn auf die „dc duesseldorf contemporary“ ansprach. Dass immerhin die in Köln ansässigen „Art.fair“-Macher die neue Düsseldorfer Kunstmesse ausrichteten, mit einem Hamburger Medienkonzern als Kooperationspartner, und dass es zudem in den schicken Düsseldorfer Szene-Bistros am Hafen mittlerweile auch Kölsch-Bier gibt, war für manch einen domstädtischen Lokalpatrioten dennoch kein Grund, die alten Rivalitäts- und Abwehrreflexe gegenüber der 45 km entfernten Nachbarstadt abzustellen. Am Preview-Abend der „dc“ sah man jedenfalls kaum Kölner Publikum in den Gängen der Düsseldorfer Messehalle 8, und das lag eben wohl nicht nur daran, dass mit Vernissagen, Vorträgen, Ehrungen, Preisverleihungen, Partys und Galas in Köln rund um die Uhr ein volles Programm geboten wurde.

Wer also den Abstecher nach Düsseldorf versäumte, der hatte durchaus etwas verpasst. Viele der rund 85 Galerien, die aus Berlin, London, aus den USA, Frankreich und Italien angereist waren, hätten der deutlich angejahrten ART COLOGNE durchaus neue Impulse geben können. Unter ihnen befanden sich auch ein paar bekanntere Namen wie Christine König (Wien), Barbara Thumm (Berlin), Torch (Amsterdam), Fiedler (Köln), Bugdahn und Kaimer (Düsseldorf), Dogenhaus Galerie (Leipzig) oder Wohnmaschine (Berlin).

Nicole Klagsbrun aus New York hatte eine Skulptur des Londoner Künstlers Jonathan Callan als Blickfang inszeniert. Die Arbeit zeigte ineinander verschachtelte aufgeschlagene Buchseiten und sollte 10.000 Dollar kosten. Für die Galeristin war es der erste Messeauftritt in Deutschland gewesen, und…

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