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Ausstellungen: Los Angeles · von Frank-Alexander Hettig · S. 479 - 481
Ausstellungen: Los Angeles , 1998

Frank-Alexander Hettig
Christopher Wool

Museum of Contemporary Art, Los Angeles, 19.7.- 18.10.1998
Carnegie Museum of Art, Pittsburgh, 21.11.- 31.1.1999

MAK ME“ ist auf dem Umschlagsblatt des umfangreichen Katalogs von Christopher Wool zu lesen und am oberen Rand sind nur die unteren Bruchstücke einer weiteren Satzreihe wahrnehmbar, jedoch nicht leserlich. Der Satz, die Aussprache ist teilweise zerstückelt und abgebrochen. Am linken Rand sind Punkte, kleine Vierecke und # erkennbar: und auch diese abstrakten Lesezeichen sind zum Teil bedeckt. Auch auf dem Hinterrücken des Katalogs wird dieser abstrakte Hintergrund wieder angeschnitten, überschnitten, fragmentiert und überdeckt. Lage auf Lage, Schichtungen und Stapelungen, und wenn man Stücke der Bilder, Aussprachen oder Sätze zu erkennen glaubt, sind es nur Teile, die unter einer neuen Schicht verschwinden, um dann in einer anderen Sequenz an einem anderen Ort, in einem anderen Gemälde wieder aufzutauchen.

Variationen eines einzelnen Wools -Gemäldes sind auch im Inneren des Katalogs sichtbar: die schwarz-weiss Fotos, angeschnittene oft unscharfe Schnappschüsse seiner meist schwarz-weißen Werke treten als Dokumentation des Prozesses auf, als Reproduktion und gleichzeitige Dokumentation der Reise des Bildes vom Atelier während des Schaffensprozesses bis zu seinem neuen Standort – oder etwa als Schadendokumentation eines Feuers für die Versicherung.

Wool beschränkt sich auf einen kleinen Fundus, läßt sich aber nicht auf ein Thema oder eine Untersuchung fixieren, da die Basisformen weder individuelle noch soziale Aspekte zeigen, sondern allgemein dekorative, ornamentale und banale Tapetenmuster. Diese wiederholen sich und kehren immer wieder in neuer Zusammenstellung zurück, und durch den collageartigen, überschneidenden und übermalenden Aufbau auf immergleich großen Aluminumträgern wird der…



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von Frank-Alexander Hettig

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