Ausstellungen: Amsterdam · S. 343
Ausstellungen: Amsterdam , 1990

Frank-Alexander Hettig

Energien

Luciano Fabro, Gary Hill, Jenny Holzer, Anselm Kiefer,Rem Koolhaas, Jeff Koons, Walter de Maria, Issey Miyake, Bruce Nauman, Sigmar Polke, Rob Scholte, Cindy Sherman, Ettore Sottsass, Frank Stella, Peter Struycken, Robert Wilson

Stedelijk Museum, 8.4. – 29.7.1990

16 Künstler hatten in der Ausstellung „Energien“ je einen Saal zu ihrer Verfügung. Klassische Malerei und Bildhauerkunst fehlen in dieser Ausstellung, jedoch Design, Mode, Theater und Architektur wurden einbezogen, welche durch Installationen mit Podesten und theatralen Lichtveränderungen zu autonomer Kunst promovieren. Das Konzept des Museumsdirektors Wim Beeren lautet: „Gerade weil die Welt der Gestalten in Bewegung bleibt und die neuen Formen nicht innerhalb der konventionellen Kunstgattungen wie Gemälde oder Skulptur zu begrenzen sind, habe ich bewußt die Grenzen nach Architektur, Design und Theater erweitert, wenn bildnerische Faktoren genauso stark erscheinen wie ihre Funktionen.“

Schon die Treppe mit dem Läufer und den gebogenen klassischen Marmorskulpturen von Luciano Fabro bewirkt einen statischen und ehrfurchtsvollen Eintritt in die „High Energy Unity“.

Der niederländische Architekt Rem Koolhaas eröffnet die Ausstellung mit einer sukzessiven Folge von unterschiedlicher Raumerfahrung mit seiner Untersuchung der Dynamik von ökonomischen, gesellschaftlichen, politischen und sozialen Prozessen, welche in seinem Entwurf der gigantischen Bibliothèque de France für Paris zum Ausdruck kommt. Die gezeigte Masse des Bauwerks, dessen innerer Teil nicht von der äußeren Bauform bestimmt wird, zeigt sich durch die positiven/negativen Raumeinteilungen. Das Interieur und das Exterieur werden als autonome Projekte gezeigt. Die fünf Bibliotheken erscheinen äußerlich wie ein unzugänglicher Block von Information. Da die Räume den massiven Block im Grunde aushöhlen, können sie jede Form bekommen, unabhängig…

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