Titel: Manifesta · von Claudia Posca · S. 354
Titel: Manifesta , 1998

ROBERT FLECK / ULRIKE GROSS

„Manifesta könnte Nachfolgerin der Biennale des Jeunes werden“

CLAUDIA POSCA SPRACH MIT EINEM KURATOR UND DER PROJEKTLEITERIN DER MANIFESTA 2

Für die Künstlerauswahl in Luxemburg zeichneten Robert Fleck aus Wien, Maria Lind aus Stockholm und Barbara Vanderlinden aus Brüssel verantwortlich.Ulrike Groos, Mitarbeiterin der Skulpturprojekte Münster 1997, war für die Organisation und Realisierung der Künstlerbeiträge verantwortlich. Mit Robert Fleck und Ulrike Groos sprach Claudia Posca.

Claudia Posca (C. P.): Die Manifesta 1 fand in RotterJam statt. Warum jetzt Luxemburg? Ist das Großherzogtum ein heimliches Mekka für zeitgenössische Kunst?

Robert Fleck (R.F.): Nein, es ist eigentlich das Gegenteil. Aber das Interessante ist, an einen Ort zu gehen, dervon zeitgenössischer Kunst relativ unbeschrieben ist. Außerdem hatte Luxemburg das einzig wirklich seriöe Dossier unter den Kandidaten.

C.P.: Dann gab es die Möglichkeit, sich für die Manifesta zu bewerben?

R.F.: Ja, u.a. haben sich Stockholm und Malmö, sowie ein informeller Weise auch Budapest und Prag beworben, wobei es für Budapest und Prag finanziell schwierig war, die Sache auf die Beine zu stellen. Jetzt hat sichdas schon wieder geändert. Vor zwei Jahren war dasnoch ein echtes Problem. Und in Schweden hat man sichgeweigert, ausländische Kuratoren zu beteiligen.Schweden hätte die Manifesta sozusagen nur mit Inländern gemacht. Oft hängt das ja von bestimmten Regelnin der staatlichen Kulturverwaltung ab. In Luxemburgdagegen war man unglaublich flexibel. Hier kennt mehr oder weniger jeder jeden. Und Henrico Lunghi, der Direktor vom Casino Luxemburg hat dann direkt die Luxemburgische Ministerin angesprochen, hat ihr von der Manifesta in Rotterdam berichtet das war genauau deren…

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