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Nachrichtenforum: Museen & Institutionen · von Jürgen Raap · S. 474 - 473
Nachrichtenforum: Museen & Institutionen , 2001

LIECHTENSTEIN: SCHENKUNG
Die H.E.M.-Stiftung Vaduz hat dem Kunstmuseum Liechtenstein das Bild „Ricordi di Bal Tabarin“ (1913/14) des Futuristen Gino Severini als Schenkung überlassen. Das Bild ergänzt den Bestand an futuristischer Kunst, der für Direktor Friedemann Malsch einen besonders wichtigen Sammlungsschwerpunkt darstellt. Severini gehörte zu den Futuristen der ersten Stunde, er unterschrieb die ersten Manifeste gemeinsam mit den Künstlern Balla, Russolo, Carrà und Boccioni. Während die meisten anderen Futuristen vor dem Ersten Weltkrieg in Mailand lebten, war Severini schon 1906 nach Paris übergesiedelt. Die italienischen Weggefährten konnten von seinen Kontakten zur damaligen Pariser Avantgarde profitieren.

FLICK GRÜNDET STIFTUNG
Dr. Friedrich Christian Flick hat für seine private Kunstsammlung in Zürich den Bau eines Museums geplant. Als Architekt ist Rem Koolhaas beauftragt. Zu der Sammlung gehören u.a. Arbeiten von Bruce Nauman, Angela Bulloch, Paul Mc Carthy und Pipilotti Rist. Für die kunstinteressierte Schweizer Öffentlichkeit ist das Vorhaben freilich inzwischen zu einem „Problemmuseum“ geworden. Der „Spiegel“ meldet in seiner Ausgabe 13/2001, in der eidgenössischen Presse habe sich „kollektive Wut“ auf die „Flick-Sippe“ artikuliert. Der Hauptgrund: Die Nachkommen von Großvater Friedrich Flick „weigern sich bislang, in den bundesdeutschen Fonds zur Entschädigung der Zwangsarbeiter einzuzahlen“ („Der Spiegel“).
Dr. Friedrich Christian Flick lud nun am 23. März 2001 zu einem „Mediengespräch“ und gab eine „Persönliche Erklärung“ ab. In den sechziger Jahren seien 12 % des Flick-Konzerns auf ihn übertragen worden. Er sei jedoch 1975 „aus persönlichen Gründen aus der Flick KG“ ausgeschieden und „aus dem Flick’schen Erbe“ seien ihm „weit geringere Beträge zugeflossen, als dies in der Presse…

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