Ausstellungen: Köln , 2014

Sabine Elsa Müller

Nathalie Djurberg & Hans Berg

»Maybe This is a Dream«

Kölnischer Kunstverein, 9.4. – 1.6.2014

It won´t hurt“ behauptet der Text auf der Wand im Hintergrund, während zwei emsig herumwerkelnde „Amtspersonen“ mit kneifzangenartigen Scheren an einer am Boden liegenden, riesigen schwarzen nackten Frau herumschneiden. Warum sich die Riesin nicht wehrt? Solche Fragen sind bei den Animationsfilmen von Nathalie Djurberg und Hans Berg fehl am Platz. Es gibt keine Logik in diesen alptraumartigen Geschichten, in denen das leicht formbare Material Knete eine große Rolle spielt. In den sogenannten Claymation-Filmen kann mit einiger Geschicklichkeit nahezu alles aus einem formlosen Klumpen erschaffen werden, um ebenso schnell in etwas ganz anderes verwandelt oder wieder zurück in die Formlosigkeit katapultiert zu werden. Leben, Wandlung und Sterben sind als Grundthemen diesem Genre schon eingeschreiben, wie es der Altmeister des Claymation, der tschechische Filmemacher Jan Švankmajer in Filmen wie „Dimensions of Dialogue“ (1982) vormacht. Überlegen oder nicht, in Djurbergs Film ist die Frau jedenfalls den beiden geschäftigen Herren ausgeliefert, die mit großer Selbstverständlichkeit auf ihr herumlaufen und mal da einen Finger, dort gleich das halbe Bein abknipsen, worauf aus der Wunde jedesmal ein großer Schwall einer bunten Flüssigkeit in Form dicker Knete-Tropfen hervorbricht, die den zerstückelten Körper allmählich unter sich begraben.

Es sind solche Animationsfilm wie der 6:27 min lange „I wasn´t Made to Play the Son“ (2011), durch die das in Berlin lebende Künstlerduo Nathalie Djurberg & Hans Berg, beide 1978 in Schweden geboren, bekannt und für die es gefeiert wurde. Nathalie Djurberg etwas mehr als Hans Berg,…

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von Sabine Elsa Müller

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