Ausstellungen: Wien , 2011

Ursula Maria Probst

SPAN

»SPAN (Matias del Campo & Sandra Manninger). Formations«

MAK, Österreichisches Museum für angewandte Kunst, Wien, 29.3. – 11.9.2011

Kreativität im Anwenden unkonventioneller Methoden lässt sich heute nicht mehr nur als individuelle Fähigkeit begreifen, wie dies für „Künstlergenies“ oder für zukunftsweisende Visionen von Architekten lange konstatiert wurde. Vielmehr ist sie zu einem essentiellen und substantiellen Wert geworden, der zunehmend neben dem Ausbilden experimenteller, künstlerischer Freiräume vor allem die Anwendung wissenschaftlicher Methoden und ein Forschen über neue Gestaltungsmodelle erfordert. Urbanitätsfragen und das Re-Design von Lebensräumen rücken Architekturpositionen, deren Methoden auf intensiven wissenschaftlichen Recherchen in Verbindung mit digitalen Technologien basieren, in den Blickpunkt von Ausstellungsprojekten.

Das Architektenteam SPAN, alias Sandra Manninger und Matias del Campo, zählt derzeit zweifellos zu den arriviertesten Protagonisten einer Herangehensweise, die aufzeigt, wie dynamische, auf 3D-Computeranimationen basierende Raumprogramme in die zeitgenössische Architekturproduktion einfließen. In ihrer Gestaltung der MAK-Galerie als Black Box beziehen sich SPAN auf Vorläuferprojekte der Architekten Greg Lynn (2003) und Hernán Diáz Alonso (2008), letzterer gab bezeichnenderweise seiner Ausstellung den Titel „Pitch Black“. In „Formations“ von Sandra Manninger und Matias del Campo treffen wir auf ein Laboratorium, mit dem sie nicht nur Einblick in ihre methodische Arbeitsweise mit Computertechnologien, Simulationen räumlicher Formationen und Sensibilitäten im Umgang mit Materialien geben, sondern an in der MAK-Galerie durchgeführte innovative Projekte zu Kunst und Architektur anschließen. Wenn man eine Ausstellung in der MAK-Galerie hat, so gilt laut SPAN eine einzige Regel und die heißt, dass man für den Raum eigens eine Installation entwerfen muss. Die Wände der MAK-Galerie wurden von…

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von Ursula Maria Probst

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