Nachrichtenforum: Symposien & Kongresse · von Jürgen Raap · S. 465
Nachrichtenforum: Symposien & Kongresse , 2000

SCHLERNBLUT-SYMPOSION

„Schlernblut“ ist keine Weinsorte, sondern eine Quelle mit armdickem Wasserstrahl. Sie entspringt dem Inneren des Schlern, der höchsten Erhebung (2.563 m) über dem Talkassel von Bozen/Bolzano in Südtirol. Wer dort am einwöchigen Künstler-Symposion „Schlernblut“ (17.-22. Juli 2000) teilnehmen möchte, muss sich auf einen zweieinhalbstündigen Anstieg zu Fuß einrichten. Weit oberhalb der Baumgrenze sollen dann „informelle Projekte im Sinne von Austausch- und Kommunikationssystemen entwickelt“ werden, die „als Kunstwerke in eine unmittelbare Beziehung zu den langsam ablaufenden Natur-Prozessen treten“. Dabei beschränken sich die Teilnehmer aussschließlich auf Materialien, die sie vor Ort vorfinden: Stein, Erde, Schlamm, Gräser. Es gibt keinen Strom und keine Maschinen: „Die Künstler sind allein auf ihre Hände angewiesen“. Die fertigen Werke werden am Standort belassen und damit „in den natürlichen Zyklus“ zu rück gegeben. Mit „naturgegebenen Begrenzungen“ arbeiten zu müssen, sollte -wenn möglich – in den Arbeiten reflektiert werden. Eine Dokumentationsausstellung ist für den Herbst 2000 in einer Meraner Galerie geplant. Für Unterkunft, Verpflegung und als Taschengeld darf jeder Teilnehmer 775 Euro beanspruchen. Anmeldungen mit Kurzbiografie, Projektvorschlägen und Fotodokumentation jüngster Arbeiten bis zum 1. Februar 2000 bei: Ferienregion Seiser Alm, Projekt Schlernblut, Schlernstr. 16, I-39040 Seis am Schlern (BZ), Tel. 0471-707024 oder -706124, Fax 0471-706600, e-mail. Seiseralm@DolomitiSuperski.com.

INSZENIERUNGS-ÄSTHETIK

Die Frankfurter Oper veranstaltet vom 22. bis 26. März 2000 einen Kongress zur „Ästhetik der Inszenierung“. Dabei geht es nicht um dramaturgische Inszenierungen im Bühnenbreich, sondern um eine allgemeine kulturelle und gesellschaftliche Dimension. So wird der Kölner Kunsthistoriker Boris Groys über „museale Inszenierungen“ referieren, der Berliner Politologie Herfried Münkler untersucht die „Inszenierung der…

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