Titel: 54. Biennale Venedig , 2011

Weissrussland

Yury Alisevich, Artur Klinau, Kanstantsin Kastsiuchenka, Viktar Piatrou, Dzianis Skvartsou – Kodex. Kommissar: Natalia Sharangovich. Kurator: Mikhail Barazna. Ort: Spazio Tethis – Arsenale Novissimo

2007 war Weißrussland nicht auf der Biennale Venedig vertreten. Nachdem das Kulturministerium es zwei Jahre später erneut versäumt hatte, das Land auf der Biennale zu präsentieren, hatten 30 Künstler in Minsk das Projekt „Der weißrussische Pavillon auf der 53. Biennale Venedig“ realisiert. Eine Protestaktion, die sich gegen die fehlende staatliche Unterstützung der Gegenwartskunst richtete. Seitens der staatlichen Stellen werde im Ausland der Eindruck vermittelt, in Weißrussland mangele es an zeitgenössischer Kunst auf internationalem Niveau – so der Vorwurf. Bei der 54. Biennale Venedig ist Weißrussland nun wieder mit einem eigenen „Pavillon“ präsent. Die Teilnahme wird vom Kulturministerium finanziert. Außerdem beteiligen sich das Museum für zeitgenössische Kunst, die Kunstakademie sowie die Botschaften Italiens und Weißrusslands.

Offenbar war es nicht leicht gewesen, in Venedig einen geeigneten Ausstellungsort zu finden. Untergekommen sind die Künstler aus Weißrussland schließlich in den Räumen von „Spazio Thetis“ in den Arsenalen. Das Unternehmen organisiert und betreut die Restaurierung und Aufwertung der historischen Anlage. Im Gang zwischen den provisorischen Bürocontainern von „Spazio Thetis“ hat Kurator Mikhail Barazna sein Projekt „Kodex“ inszeniert. Die Ausstellung soll eine „moderne Interpretation von Textdesign“ präsentieren, ein Thema, zu dem die eingeladenen Künstler Yury Alisevich, Artur Klinau, Kanstantsin Kastsiuchenka, Viktar Piatrou und Dziannis Skvartsou ihre eigenen Ideen entwickeln konnten. Herausgekommen ist eine ziemlich disparate Schau. Auffälligstes Werk ist sicherlich das zehn Meter lange „Abendmahl“ aus Stroh und goldener Sprühfarbe von Artur Klinau (geb….

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von Susanne Boecker

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