Ausstellungen: Bern , 1986

Christoph Schenker

Die Sammlung Toni Gerber

Kunstmuseum Bern,
18.6.-24.8.1986

In den letzten Jahren wurde es an verschiedenen öffentlichen Kunstinstituten der Schweiz üblich, über die Sommermonate hinaus Privatsammlungen zu zeigen. So wurden beispielsweise in der Kunsthalle Basel 1982 Teile der anonymen Sammlung Crex (Zürich/Schaffhausen) ausgestellt: amerikanische und europäische Kunst der 60er und 70er Jahre, in der Hauptsache Minimal und Conceptual Art, Prozeß Kunst, Arte Povera und Deutsche Malerei der mittleren Generation. Im selben Institut wurden 1985 Werke von Cy Twombly bis zu Josef Felix Müller aus der Sammlung des Zürcher Kunsthändlers Thomas Ammann gezeigt, eine Sammlung wiederum hauptsächlich mit Conceptual und Minimal Art, darüber hinaus aber mit einigen wenigen Exponenten der Neuen Malerei und Skulptur der 80er Jahre. Die diesjährige Sommerausstellung des Kunstmuseums Bern zeigte die umfangreiche Sammlung Toni Gerber (Bern). Und diese Ausstellung war nur schon daher ein Ereignis ganz besonderer Art, da der Galerist Gerber die Sammlung, die im großen und ganzen seine 22 Jahre Galerietätigkeit dokumentiert, dem Museum bis auf wenige Ausnahmen geschenkt hat – eine Sammlung von über 3 000 Werken von mehr denn 40 Künstlern.

Toni Gerber realisierte ab 1964 wichtige Ausstellungen mit Arbeiten von Antonio Calderara, Gianni Colombo, Lucio Fontana, Rupprecht Geiger, Virgilio Guidi, Piero Manzoni und Rolf Nesch. Der Aufschwung der Schweizer Kunst dann gegen Ende der 60er bis Mitte der 70er Jahre (die hauptsächlich von der Kunst aus Bern repräsentiert wurde) war in erster Linie dem Wirken von ihm und Harald Szeemann zu verdanken (Szeemann war 1961-69 Direktor der Kunsthalle Bern und bis 1974 in Bern wohnhaft)….

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