Titel: 52. Biennale Venedig · von Heinz-Norbert Jocks · S. 182
Titel: 52. Biennale Venedig , 2007

Nicolaus Schafhausen

Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters oder.

Ein Gespräch über die Arbeit von Isa Genzken von Heinz-Norbert Jocks

Meiner Meinung nach hat der Betrachter nie Recht, wenn er ein Werk nicht versteht. An der Stelle beginnt unsere kuratorische Vermittlungsleistung.“ So äußerte sich einmal Nicolaus Schafhausen, der Nachfolger von Catherine David am Witte de WithMuseum in Rotterdam, der, kaum von seinem Glück erfahren, dass er der Kurator des Deutschen Pavillons ist, sich sofort für Isa Genzken entschied. 1965 in Düsseldorf geboren, war er zunächst Künstler, bis er merkte, dass es ihn mehr interessiert, Künstler zu entdecken und auszustellen, als selbst künstlerisch tätig zu sein. Da sich Heinz-Norbert Jocks und Nicolaus Schafhausen in Venedig verpassten, führten sie das Gespräch über mehre Tage via Internet.

H.-N.J.: Bei der letzten Biennale, auf der wir uns zufällig trafen, sagtest du, es sei eine Frage der Zeit, wann an dich herangetragen würde, den Deutschen Pavillon zu kuratieren. Wieso warst du dir so sicher?

N.S: Daran erinnere ich mich gar nicht mehr. Man hat solche Dinge im Gespür. Ich denke, es hat auch viel mit der Einstellung zu sich selbst zu tun. Wenn man nicht daran glaubt, ein solches Projekt wie Venedig in die Hand nehmen zu können, so ist es auch unsinnig, es überhaupt zu versuchen. Man strahlt das dann auch aus, so dass man auch nie zu derartigen Projekten eingeladen werden würde.

Macht es heute vor dem Hintergrund des Geredes von der Globalisierung einen anderen Sinn, eine Biennale auch der Länderpavillons zu machen?

N.S.: Natürlich…

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