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Magazin: Hochschulen & Akademien · S. 359 - 359
Magazin: Hochschulen & Akademien , 1990

Uta M. Reindl
Festival der Kunst- und Musikhochschulen Nordrhein-Westfalens

Das Bundesland mit der „dichtesten und vielfältigsten Hochschullandschaft Europas“ (Anke Brunn) stellte erstmalig mit einem Festival sein kulturelles Potential unter Beweis: Sieben Musik- und Kunsthochschulen Nordrhein-Westfalens veranstalteten das dreitägige Ereignis mit einem umfassenden Musik- und Tanzprogramm innerhalb und außerhalb des Aalto-Theaters in Essen. Speziell zu diesem Anlaß hatten zudem die Kunstakademien Düsseldorf und Münster ihre Rundgänge auf den früheren Zeitraum und zeitgleich angesetzt.

Drei Musikhochschulen gaben ein ungewöhnliches Eröffnungskonzert: Sabine Holtmann und Mari Terada (Folkwang-Hochschule Essen), Fazil Say (Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf) sowie Anja König (Hochschule für Musik, Köln) spielten auf vier ineinander gestellten Klavieren

Smetana, Debussy und Satie. Den musikalischen Auftakt ergänzte ein Künstlerfest, zu dem aus Raumgründen (?) nur wenige Studenten geladen waren. Die Klasse des Düsseldorfer Akademiedirektors Lüpertz dekorierte die Bühne mit zwei mächtigen Bildern.

So manch einen kulturfaulen Bürger der Stadt Essen lockte die Fassadenprojektion der Münsteraner Studenten zu den kostenlosen Veranstaltungen ins Innere des Hauses. Der Titel der ausgezeichneten Gemeinschaftsprojektion „ION“ spricht für sich: Mit ihren ständig sich bewegenden Bildern kommentierten dort die jungen Künstler Mark Formanek, Waldemar Grams, Andreas Kaufmann und Stella Pfeiffer, Georg Hartung und Anke Sommer in vier sehr unterschiedlichen Beiträgen die Architektur und Funktion des Schauspielhauses.

Der Rundgang in der Düsseldorfer Akademie spiegelte in sehr vielen Klassen deutlich die Handschrift ihrer Meister, oft auch einen allzu starren Blick auf herrschende Tendenzen in der Gegenwartskunst. Überzeugend allerdings die Blattarbeiten aus der Eggenschwiler-Klasse sowie die Heterogenität und Eigenständigkeit von Beiträgen aus der Hüppi-Klasse. Die Münsteraner Akademie präsentierte sich nicht so…


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