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Magazin: Publikationen · S. 358 - 358
Magazin: Publikationen , 1990

Christian Huther
Who Is Where in Frankfurt

Eines immerhin hat Frankfurt mit seinen Bestrebungen, Kunstmetropole zu werden, vielen Städten seit langem voraus: Bereits seit 1982 gibt es ein von der Stadt Frankfurt herausgegebenes Handbuch aller in und um Frankfurt ansässigen bildenden Künstler. Das schmale Taschenbuch ist nun in der zweiten, überarbeiteten Auflage erschienen und verzeichnet insgesamt 819 Künstler; allein 125 sind im Ausland geboren. Damit sind seit 1982 über 200 „Neue“ hinzugekommen. Nicht nur prominente Namen wie Ulrich Rückriem, Per Kirkeby, Jörg Immendorff und Hermann Nitsch sind darunter, sondern auch viele nur regional gehandelte oder nahezu unbekannte Künstler, die sich mit allerlei Brotberufen ihre Künstlerexistenz erkämpfen müssen.

Die 819 Eintragungen teilen sich 516 Männer und 303 Frauen – alphabetisch geordnet von Hans Heinz Adam bis Heinz Zöll. Jeder Künstler hat gleich viel Platz zur Verfügung, eine halbe Seite nämlich, die mit einem Bild aus dem Oeuvre, mit kurzgefaßtem Lebenslauf und Charakterisierung des Werkes, mit Adresse, Atelier und Telefonnummer rasch gefüllt ist. Neben den klassischen Gattungen finden nun auch Fotografen, Film-, Video- und Computerkünstler Erwähnung. Das „Who is who“, eigentlich ein „Who is where“, erscheint in einer Startauflage von 4 000 Exemplaren.

Aufnahmekriterien waren eine hauptberufliche künstlerische Tätigkeit oder abgeschlossene Ausbildung. Bei Autodidakten wurde nach der „Relevanz in der Kunstszene“ gefragt. Nach Angaben von Redakteur Kurt Lotz, vormals Leiter des Amtes für Wissenschaft und Kunst und seit der Pensionierung akribisch an diesem Buch arbeitend, wurden Hobbykünstler und Gebrauchsgraphiker nicht berücksichtigt. So wurden denn auch 150 Bewerber von Lotz und seinem Beratergremium abgewiesen, drei zeigten…


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