Titel: 57. Biennale Venedig - Gespräche · von Heinz-Norbert Jocks · S. 224
Titel: 57. Biennale Venedig - Gespräche , 2017

Franz Erhard Walther

Endlich ausgezeichnet

von Heinz-Norbert Jocks

Franz Erhard Walther, 1939 in Fulda geboren, erlebt in seinem Alter, was zur Zeit seiner Anfänge keiner für möglich gehalten hat: Die Auszeichnung mit dem Goldenen Löwen von Venedig als bester Künstler. Nach seinem Studium von 1962 bis 1964 bei K.O.Götz, Seite an Seite mit Gerhard Richter und Sigmar Polke, an der Düsseldorfer Kunstakademie lebte er von 1967 bis 1971 in New York. Im Jahre 1971 wurde er mit 32 Jahren Professor an der Hochschule für bildende Kunst in Hamburg. Zu seinen Schülern zählten Rebecca Horn, Santiago Sierra, Christian Jankowski, Martin Kippenberger und Jonathan Meese. Seit einigen Jahren erfährt er mit seiner partizipativen Kunst eine mächtig zunehmende Anerkennung auf dem internationalen Parkett als eine Schlüsselfigur der Gegenwartskunst seit den 1960ern.

Heinz-Norbert Jocks: Erst einmal möchte ich Ihnen zum Goldenen Preis gratulieren, mit dem Sie zum besten Künstler geehrt wurden. Die Arbeit, die Sie in Venedig zeigen, ist nicht eigens für die Ausstellung gemacht.

Franz Erhard Walther: Ja, es handelt sich um Arbeiten, die bereits existierten. Die Wandformationen stammen aus der Zeit zwischen 1981 und 1983. Und die Sandsockel, die aber aus Stahl sind, von 1971. Ich hatte die Freiheit, entweder etwas Neues zu entwickeln, was der Kuratorin Christine Macel aber nicht wichtig war, oder auf bereits gemachte Arbeiten zurückzugreifen. Das war mit der Konzeption der Biennale vereinbar. Mir schien es interessant zu sein, herauszufinden, ob die Arbeiten von damals noch heute eine Wirkung entfalten und in der Lage sind, einen Gegenwartsbezug…

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