Gespräche mit Künstlern , 2018

Hans Op de Beeck

Die eigene Stimme finden

von Michael Stoeber

Für seine in diesem Herbst zu Ende gegangene Ausstellung „Out of the Ordinary“ hatte Hans Op de Beeck im Kunstmuseum Wolfsburg auf 2200 Quadratmetern eine nächtliche Stadt aufbauen lassen. Bei ihrer Erkundung glaubte der Betrachter, in einem Traum und Alptraum zugleich zu sein. Gemischte Gefühle, wie sie das Publikum bei der Betrachtung der Arbeiten des belgischen Multimedia-Künstlers nicht selten erlebt. Die Stadt im Museum präsentierte sich dabei als grandiose Kunstkammer für nur einen Künstler und zeigte seine Werke in retrospektiver Weise. Von der frühen Raumarbeit „Location I“ über die Installation „The Collector’s House“ bis hin zum Gesamtkunstwerk „Sea of Tranquility“. Michael Stoeber hat mit Hans Op de Beeck über die sensationelle Schau gesprochen. Aber auch über ihn prägende Erfahrungen in seiner Kindheit, sein Leben als Familienvater, warum er Künstler geworden ist, was er unter Kunst versteht und welche Bedeutung sie für ihn hat.

Michael Stoeber: Auf der diesjährigen Biennale in Venedig leitet Christine Macel ihre epische Ausstellungserzählung über die zeitgenössische Kunst mit einem Kapitel über künstlerische Schaffensprozesse ein. Was motiviert Sie zu künstlerischer Arbeit?

Hans Op de Beeck:Ich gehe von ganz alltäglichen Erlebnissen und Erfahrungen aus. Und dann versuche ich, für sie Bilder zu finden, die universell gültig sind.

Wie habe ich mir das vorzustellen?

Wissen Sie, ich werde oft nach meinen Vorbildern gefragt. Sicher gibt es Künstler, die ich sehr schätze und liebe wie die Coen Brüder und ihre Filme oder Raymond Carver und seine Erzählungen oder Peter…

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