Titel: Museumsboom - III. Museumskritik: Künstlerinnen und Künstler im Gespräch · von Heinz Schütz · S. 154
Titel: Museumsboom - III. Museumskritik: Künstlerinnen und Künstler im Gespräch , 2018
Titel: Museumsboom - III. Museumskritik: Künstlerinnen und Künstler im Gespräch

Über Bewahrung.
Thomas Hirschhorns Doppelgarage im Museum

Ein Gespräch mit Maike Grün

von Heinz Schütz

Thomas Hirschhorns Doppelgarage wurde 2004 für die Pinakothek der Moderne in München angekauft und dann 2005 elf Monate lang ausgestellt. Sie verschwand dann im Depot und wurde im Juni letzten Jahres als „Reset“ für ein Jahr erneut aufgebaut. Im Gespräch mit der Restauratorin Maike Grün wird deutlich, was es bedeuten kann, wenn das Museum seinen Auftrag der Bewahrung erfüllt und wie die um materiale Dauerhaltbarkeit unbekümmerte Geste des Künstlers durch eine Gegengeste des Museums überlebt.

Heinz Schütz: Unabhängig davon, ob Installationen wie Thomas Hirschhorns Doppelgarage temporär oder auf Dauer angelegt sind, gewöhnlich werden sie, meist aus Platzgründen, nicht auf Dauer gezeigt. Hinzukommt, dass selbst dann, wenn das Temporäre nicht intendiert ist, Materialermüdungen es mitunter erzwingen.

Maike Grün: Die Frage bei der Doppelgarage ist, ab wann sie temporär sein wird. Im Moment ist sie es noch nicht. Das Material, aus dem sie besteht, ist in einem guten Zustand, so dass man es nochmals wie damals verwenden konnte.

Die ersten Ausstellungen der Doppelgarage fanden bereits 2002 und 2003 in völlig anderen Räumlichkeiten statt.

Die erste Präsentation war in der Galerie Arndt & Partner in Berlin, danach war sie in Frankfurt in der Schirn zu sehen. Dort, wie auch bei uns 2005 in der Pinakothek der Moderne, wurden die Räume wie sie bei Arndt & Partner vorlagen quasi kopiert, so gut es eben ging. In der Galerie befand sich der Zugang in der Flucht an der Stirnseite im ersten Raum. Bei uns…


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