Ausstellungen: Köln , 2001

Helga Meister

Heike Kati Barath

Luis Campana Galerie, Köln, 4.5. – Ende Juni 2001

Mannheimer Kunstverein, »Hast Du Lust«, 27.5. – 1.7.2001

Kunstgänger lieben die Bilder der Heike Kati Barath. Sie sind eingängig und einfach, in der Regel in kräftigen Farben gemalt und lustig im Motiv, selbst wenn es nicht ganz geheuer auf den Leinwänden zugeht. Dargestellt werden Hasen, Mädchen und Jungen, Bauchnabel und Haare, Brustbilder mit Kräusellocken, neuerdings auch Yeti-Figuren, bei denen man nicht genau weiß, ob sie jemals existieren in ihrer fiktiven Wuscheligkeit.

Wie im Zoom sind ganz bestimmte Körperausschnitte fokussiert und so ausgewählt, dass sie identitätsstiftend für die Figuren sind, in der Hautfarbe, den Kleidungsstücken und der Körperbehaarung.

Ihre Motive sind klar konturiert, als stehe die Comic-Kultur Pate. Als die Heike Kati Barath noch eine kleine Heike war (Sie wurde 1966 in Vaihingen bei Stuttgart geboren), zeichnete sie ihre Erlebnisse in Comic-Form. Das Zeichnerische bestimmt auch heute noch großenteils die Bildform. Eine entschiedene, aufs „Wesentliche“ konzentrierte Linie ist es. Sie hat Mitteilungs-Charakter.

Da sind Köpfe nicht etwa mit Augen und Mund, sondern zottigem Haar, bös und komisch schauen sie aus. Das gilt auch für die pelzigen Tiere. Vieles ist bei ihr auf den Hund, den Hasen und die Ohren gekommen. Ein Humor bestimmt ihre Kunst, der erstens selten ist in der rheinischen Szene (Barath lebt heute in Köln) und der – zweitens – nicht über die Anschauung, sondern eher über den Kopf kommt. Was zumindest ungewöhnlich ist.

Da ist das Rotweinglas als Nase-Mund. Ein bloßer Einfall. Sie sagt: „Ich habe zunächst gar kein Weinglas gezeichnet….

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von Helga Meister

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