Titel: 56. Biennale Venedig – All the World's Futures - Gespräche mit Künstlern · S. 306
Titel: 56. Biennale Venedig – All the World's Futures - Gespräche mit Künstlern , 2015

Irina Nakhova

Der Grüne Pavillon

Irina Nakhova, 1955 in Moskau geboren, studierte an der Abteilung Grafikdesign des Moskauer Instituts für Polygraphie. Von 1986 bis 1989gehörte sie der Union der Künstler der UdSSR an. Ihre Arbeiten wurden in vielen internationalen Großausstellungen gezeigt, darunter Iskunstvo: Moskau-Berlin-Stockholm (West-Berlin, 1988); Adresse provisoire pour l’art contemporain Russe (Paris, 1993); Laughter Ten Years After ; Berlin-Moskau / Moskau-Berlin, 1950-2000 (Berlin und Moskau, 2003-04) und Post Pop: East Meets West (Saatchi Gallery, London, 2014). 2013 erhielt sie den Kandinsky-Preis im Bereich „Projekt des Jahres“. Sie lebt und arbeitet in Moskau.

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Heinz-Norbert Jocks: Warum heißt dein Projekt „Der Grüne Pavillon“?

Irina Nakhova: Der Name war die Idee der Kuratorin Margarita Tupizyna. Er ist so neutral, dass er keinerlei Rückschlüsse zulässt. Ein Name, der in Erinnerung bleibt, doch sein Geheimnis bewahrt.

Ja, das Erste, was auffällt, ist die neue Farbe der Fassade des Pavillons.

Ja, dazu muss ich dir eine Geschichte erzählen. Denn für mich ist das sehr wichtig. Wenn ich auch einige Male in Venedig war, so aber noch nie auf einer Biennale. Zunächst konnte ich es gar nicht glauben, doch als klar war, dass es kein Witz war, war ich überglücklich. Als ich im Februar vorigen Jahres von meiner Auswahl für den Pavillon erfuhr, war mein erster Wunsch, hierher zu kommen, um mir die Örtlichkeiten anzuschauen, denn ich arbeite schließlich mit Räumen. Als ich vor dem eigentlich wunderschönen Pavillon stand, schien mir irgendetwas an ihm nicht zu stimmen. Schließlich merkte ich, dass es die Farbe war, welche die Architektur auf eine gewisse Art…

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