Titel: 56. Biennale Venedig – All the World's Futures - Gespräche mit Künstlern · von Heinz-Norbert Jocks · S. 274
Titel: 56. Biennale Venedig – All the World's Futures - Gespräche mit Künstlern , 2015
Titel: 56. Biennale Venedig – All the World's Futures - Gespräche mit Künstlern

Hito Steyerl

Leben im Licht-GULAG

Hito Steyerl, 1966 in München geboren, Professorin für Medienkunst an der Universität der Künste Berlin, widmet sich in ihren essayistischen Dokumentarfilmen und in Texten den Fragen postkolonialer Kritik und feministischer Repräsentationskritik. Ihre Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle zwischen Film und Bildender Kunst, sowie auf der Schwelle zwischen Theorie und Praxis. Ihre Filme werden weltweit bei zahlreichen Filmfestivals und Kunstausstellungen gezeigt, sie nahm mitunter an der documenta 12 in Kassel teil. Sie studierte von 1987 bis 1990 Kinematographie und Dokumentarfilmregie an der Academy of Visual Arts in Tokio bei Imamura Shohei und Hara Kazuo. 1990/91 arbeitete sie im Team von Wim Wenders als Regieassistentin und technische Koordinatorin für den Film „Until the End of the World‘“ in Australien, Japan, Frankreich, USA, Italien, Portugal und Deutschland. Von 1992 bis 1998 studierte sie an der Hochschule für Fernsehen und Film in München Dokumentarfilmregie. Fünf Jahre später promovierte sie in Philosophie an der Akademie der Bildenden Künste, Wien. Neben ihrer künstlerischen Arbeit lehrte sie an der Universität der Künste Berlin (Gender und Cultural Studies), sowie am Center for Cultural Studies des Goldsmiths College London.

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Heinz-Norbert Jocks: Könntest du deine für Venedig kreierte Videoinstallation „Factory of the Sun“ einmal beschreiben?

HITO STEYERL: Deren Hauptelement ist ein Einkanalvideo, das, in einer Art Holodeck installiert, zwei Ebenen hat. Es geht sowohl um Computerspiele als auch um diejenigen, die sie fabrizieren. Dabei handelt es sich um zwei reale Protagonisten, genauer gesagt um ein in der Sowjetunion geborenes Zwillingspaar, das über Israel…

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