Ausstellungen: Basel , 2010

Fabian Stech

Jean Michel Basquiat

»Paint-Junkie«

Fondation Beyeler, Basel, 9.5. – 5.9.2010

Musée d’art Moderne de la Ville de Paris, 15.10.2010 – 30.1.2011

Um es gleich vorweg zu sagen, für mich war Jean Michel Basquiat ein ermüdender Mythos. Ein Künstler, über den Filme gemacht wurden, schon bevor er wirklich ein Star war und über den sein Kollege Julien Schnabel noch einen Spielfilm drehte, als er bereits tot war. Filme, die ich nicht gesehen habe. Auch Bilder von Basquiat habe ich eigentlich nie richtig gesehen. Vielleicht einige wenige bei Retrospektiven von Andy Warhol, und das waren Gemälde, die er mit Warhol zusammen gemalt hatte und vielleicht seine schwächsten. Aber man braucht von Basquiat keine Bilder gesehen haben, um sich ein schnelles Urteil zu bilden. Wenn man aus der gleichen Generation stammt wie er, vermittelten die Medien doch ausreichend Informationen, um den Mythos zu nähren über all die Rekorde, die er gebrochen hatte. Den vom kindlichen Genie, vom jüngsten Künstler bei der Documenta, den Hundert Dollarscheinen auf dem Boden seines Ateliers, dem ersten schwarzen Künstler, der es zu Weltruhm brachte und eben dem makabersten Rekord, dem seines frühen Drogentods in seinem Loft in New York. Er war gerade 27 Jahre alt. Nun haben Dieter Buchhart und Sam Keller zum 50. Geburtstag von Jean Michel Basquiat eine große Retrospektive in der Fondation Beyeler kuratiert, auf der man sich anhand von über 150 Gemälden, Zeichnungen und bemalten Gegenständen einen Eindruck von dem verschaffen kann, was über den ermüdenden Medienhype hinausgeht: Basquiats Malerei. Es war die Malerei, mit der Basquiat…

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