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Gespräche mit Kunstvermittlern · von Helga Meister · S. 389 - 391
Gespräche mit Kunstvermittlern , 2003

„Malerei kann den Betrachter wirklich berühren, kann ihn treffen“

MARTIN HENTSCHEL IM GESPRÄCH MIT HELGA MEISTER ÜBER SEINE GEPLANTE AUSSTELLUNG „DIE NEUE DÜSSELDORFER MALERSCHULE“

Martin Hentschel (51) kennt die Kunstakademie Düsseldorf besser als manch ein anderer Museumsmann. Er hat dort von 1970 bis 1977 selbst studiert, in den Klassen Beuys und Heerich. 1974 wurde er Meisterschüler. 1991 promovierte er an der Ruhr-Universität Bochum über den Ex-Düsseldorfer Sigmar Polke. 1994 wurde er Direktor am Württembergischen Kunstverein Stuttgart und betreute zusammen mit Raimund Stecker aus Düsseldorf die Überblicks-Ausstellung „Abenteuer der Malerei“. Seit 2001 Direktor der Krefelder Kunstmuseen, plant er eine neue Schau zum Thema der Malerei. „Die Neue Düsseldorfer Malerschule“ bestimmt vom 12. Oktober 2003 bis zum 25. Januar 2004 das Museum Hans Lange. In einem Gespräch mit Helga Meister schildert er, was ihn zur Malerei im Allgemeinen und zu der aus Düsseldorf im Besonderen treibt.

Helga Meister: „Die Neue Düsseldorfer Malerschule“ heißt es vom 12. Oktober 2003 bis zum 25. Januar 2004 im Museum Haus Lange in Krefeld. Sie geben Ihrer Ausstellung diesen Titel ausgerechnet in einer Zeit, wo die Malerei in der Düsseldorfer Kunstakademie danieder liegt? Alfonso Hüppi und Dieter Krieg sind pensioniert. Der letzte Rundgang war nicht gerade beflügelnd. Und in diesem Moment greifen Sie zurück zu jenen Anfängen der Achenbach, Bendemann, Dücker, Hasenclever, Hübner, Lessing, Leutze, Schadow und Schirmer, und wie sie alle heißen?

Martin Hentschel: Das will ich so nicht sagen. Dieser Titel ist keinesfalls ernst gemeint, sondern ironisch gedacht. Natürlich ist der Anklang an die bekannte Düsseldorfer Malerschule bewusst und…

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