Ausstellungen: Berlin · von Peter Funken · S. 281 - 283
Ausstellungen: Berlin , 2005

Peter Funken

Office Hours

»Strukturwandel der Arbeitswelten«

Neue Gesellschaft für Bildende Kunst (NGBK) 16. 4. – 29.5. 2005

In den letzten Jahren hat die Neue Gesellschaft für Bildende Kunst (NGBK) immer wieder Ausstellungen zum Thema von Arbeit, ihrer Gegenwart und Zukunft produziert, und so ist auch „Office Hours“ ein Beitrag zu diesem Thema, wobei der Schwerpunkt bei „Office Hours“ auf einer Untersuchung des Strukturwandels der Büroarbeit und ihres Designs liegt. Im lesenswerten Einleitungstext zur Katalogbroschüre verweist Annette Tietenberg, die die Ausstellung zusammen mit Ute Ziegler kuratiert hat, auf die zentrale Frage von „Office Hours“ – „auf welche Weise sich Büros materialisieren, die nicht zuletzt ein Konglomerat telekommunikativer Schnittstellen sind“, und „über welche sinnlichen Qualitäten ein derart im Unsinnlichen angesiedeltes System“ verfügt. Bei „Office Hours“, so Annette Tietenberg, handelt es sich nicht um ein groß angelegtes Forschungsprojekt, sondern die Ausstellung will eruieren, welche Perspektiven KünstlerInnen und DesignerInnen auf das Büro entwickeln; ebenfalls sollte ein kleiner Ausschnitt „all jener Arbeiten versammeln werden, die in den letzten Jahren entstanden sind und die aus verschiedenen Blickwinkeln die sozialpolitischen, die historischen, die medialen, die psychologischen, die architektonischen und die ökonomischen Implikationen des Büros kritisch beleuchten.“ Soweit zum Anspruch der Ausstellung, die Arbeiten von 12 Künstlern, Designern und Filmemachern versammelt. Hatte man vermutet, dass sich „Office Hours“ an den großen Themen und Widersprüchen des bürokratischen Arbeitslebens abarbeitet, etwa der zum Teil ans Absurde grenzenden Verwaltung von fünf Millionen Arbeitslosen, der Frage, wie aus biederen Familienvätern Schreibtischtäter werden oder welche Paradoxien sich in Hinblick auf Geschlechterrollen und die Angestelltenpsyche auftun, der…

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