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Gespräche mit Kunstvermittlern · S. 340 - 342
Gespräche mit Kunstvermittlern , 1990

GABRIELE BESSLER SPRACH MIT GERHARD KOLBERG KUSTOS DER SKULPTURENSAMMLUNG DES MUSEUMS LUDWIG, KÖLN

Im vergangenen November fand zum Thema „Skulptur in Köln“ eine Podiumsdiskussion statt. Unter der Moderation von Karl Ruhrberg versuchten die Gesprächsteilnehmer in der Sürther Fuhrwerkswaage, u. a. Manfred Schneckenburger, Prof. Eduard Trier, Peter Nestler und der Bildhauer Alf Schuler, eine Bestandsaufnahme der derzeitigen Situation. Einige kritische Anmerkungen, vor allem der anwesenden Künstler – so wie es beispielsweise Ansgar Nierhoff auf eine „mißratene“ Gestaltung des Kölner Rings hin, weil man dort auf künstlerische Akzente verzichtet habe -, förderten die Brisanz dieses Themas deutlich zutage. Was wird nun aus der Kunst im „öffentlichen Köln“? Der Kustos der Skulpturensammlung des Museums Ludwig, Dr. Gerhard Kolberg, ebenfalls Podiumsteilnehmer, nimmt hier noch einmal explizit Stellung.

*

G.B.: In der Diskussion hörte man so erstaunliche Argumente wie die, es gebe in Köln nicht genug Plätze bzw. Freiräume, die Innenstadt sei zu chaotisch und forderte auch deshalb zu Vandalismus an dort aufgestellten Kunstwerken heraus, ja es sei ein Verlust an öffentlichem Raum zu verzeichnen. Können Sie dem zustimmen?

G.K.: Nach meinen Erfahrungen ist das so, wenn man eine Skulptur aufstellt, dann muß man wirklich eines überlegen, paßt sie auch auf diesen Platz – in das Environment. Schon dadurch kann man einigen Unmut, vor allem gegenüber schwer verständlicher Kunst, also zum Beispiel großer Bereiche der Minimal-art, verhindern. – Wir haben hier in Köln wirklich noch genügend Plätze, die nach Skulpturen rufen. Das Stadtplanungsamt hat sogar schon eine Aufstellung solcher Plätze gemacht. Das ist allerdings eine Sache, die wachsen muß,…

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