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Magazin: Messen & Märkte · S. 356 - 356
Magazin: Messen & Märkte , 1990

Salon International des Musées et des Expositions 1990

GRAND PALAIS, PARIS, 20.1.- 28.1. 1990

Es ist eine fast selbstverständliche Entwicklung: Nach den Galerien mit ihren Messen bekommen nun auch die Museen ihr Forum in Form eines Salons. Zum zweiten Mal, nach 1988, fand vom 20. bis 28. Januar im Pariser Grand Palais der ‚Salon International des Musées et des Expositions‘ (SIME) statt. Das ‚Museum der Museen‘, wie sich die Veranstaltung nicht ohne Übertreibung im Untertitel nennt, bot auf 4700 qm Anschauungsmaterial aus allen Bereichen der Museumslandschaft, inklusive Hard- und Software für Vermittlung, Transport und Kulissengestaltung im Bereich Museum. Daß dabei keine Trennungen zwischen einzelnen Sparten gezogen werden, hier Kulturhistorie, dort die reine Kunst, mag vorerst verständlich sein. So wird der Gang durch diesen Bereich der Ausstellungshallen zu einem Potpourri aller beteiligten Museen, zu siebzig Prozent französischer Provenienz. Dieser Prozentsatz ist zwar geringer als bei einem ersten Mal, wo die nichtfranzösischen Aussteller gerade mal auf einen Anteil von zehn Prozent kamen, aber nichtsdestotrotz ist das Verhältnis für eine internationale Messe zu ungünstig.

Zuallererst sind dies wohl auch Anlaufschwierigkeiten eines Projekts, dessen Dimensionen erst noch genauer erfaßt werden müssen. Allein für die Bundesrepublik Deutschland nennt das Institut für Museumskunde 2314 Museen, von denen 97 Ländermuseen und 18 Bundesmuseen sind. Die Diskussionen um die Neubauten in Bonn und Berlin sind weitere Kennzeichen einer Entwicklung, die eine Messe wie die SIME berücksichtigen muß. In den Ausstellungskojen waren mindestens sieben Museumsneubauten im Modell zu finden. Diesen Tatsachen versuchte denn auch das Beiprogramm gerecht zu werden. Neben dem Aspekt…

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