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Magazin: Messen & Märkte · S. 355 - 355
Magazin: Messen & Märkte , 1990

Christian Huther
Das Messekarussell dreht sich weiter

DIE ZWEITE »ART FRANKFURT« BEGINNT AM 16. MÄRZ

Hoch schlugen die Wellen, als Frankfurt vor zweieinhalb Jahren eine eigene Kunstmesse ankündigte und im letzten Jahr auch noch mit Erfolg startete. Beim zweiten Mal ist die Aufregung bereits abgeklungen, herrschen wieder andere Sorgen. Die „Art Frankfurt“, in diesem Jahr einen Monat früher stattfindend (16.3.-21.3.), versammelt 200 Galerien aus 17 Ländern, wobei der Anteil von 50 Prozent ausländischer Beteiligung gehalten werden konnte. Spitzenreiter ist nach wie vor Frankreich mit 21 Galeristen, an zweiter Stelle kommt die Schweiz (14), gefolgt von Österreich (13), Italien (11), Belgien (9), Spanien (7) und den Niederlanden (6). Die USA entsenden dieses Jahr fünf Vertreter, Australien, Brasilien und Jugoslawien jeweils einen Teilnehmer. Der Ostblock ist nur mit der Leipziger Galerie „Eigen + Art“ vertreten (siehe dazu das Interview mit Gerd Harry Lypke in diesem Band).

Aufgrund eines Gerichtsurteils – prozessiert hatten einige im vergangenen Jahr in Frankfurt erst abgewiesene, zuletzt mit eingeklagtem Informationsstand abgespeiste Händler – wurde die „Art Frankfurt“ für die folgenden Messen verpflichtet, zum einen besonders die Bewerber aus dem Rhein-Main-Gebiet zu berücksichtigen, zum anderen mittels eines Rotations- oder Lossystems zwischen 20 und 30 Prozent neuer Bewerber zuzulassen und so für mehr Gerechtigkeit und Bewegung zu sorgen. Geschäftsführerin Anita Kaegi, die nach wie vor die alleinige Auswahl vornimmt, entschied sich dafür, von den 600 Bewerbern 50 auszulosen und die restlichen 150 Plätze so zu vergeben, daß sich ein einheitliches Bild ergibt.

Auf diese Weise sind über 40 neue Händler dabei, wobei sich die…


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