Gespräche mit Kunstvermittlern · von Heinz-Norbert Jocks · S. 403
Gespräche mit Kunstvermittlern , 1999

»Verschwände das Neue, so wäre die Kunst am Ende«

HEINZ-NORBERT JOCKS IM GESPRÄCH MIT ZDENEK FELIX, DIREKTOR DER DEICHTORHALLEN HAMBURG

Zdenek Felix, 1938 in Tschechien geboren, studierte Philosophie, Geschichte und Ästhetik an der Karlsuniversität in Prag. Zwischen 1969-76 war er Assistent in der Kunsthalle Bern und im Kunstmuseum Basel, wechselte als Ausstellungsleiter ans Museum Folkwang in Essen, wo er u.a. Per Kirkeby, Katharina Sieverding, Jannis Kounellis, Mario Merz, Anselm Kiefer, Gerhard Richter, Videowochen Essen `79 und zum ersten Mal in Deutschland die Jungen Wilden präsentierte. Von 1986 bis 1991 organisierte er als Direktor des Kunstvereins München Ausstellungen von Gerhard Merz, Dan Graham, Christian Boltanski, Bernd und Hilla Becher, München Focus `88, Arte povera und Denk-Bilder. Seit 1991 ist er Direktor der Deichtorhallen Hamburg, wo unter seiner Federführung zahlreiche internationale Schauen wie Post Human, Der zerbrochene Spiegel, Das Jahrhundert des Multiple, Horn Sweet Home und Emotion stattfanden. Mit Einzelausstellungen von Andy Warhol, Helmut Newton, Roy Lichtenstein, Andreas Gursky, Cindy Sherman, Jeff Wall, Keith Haring, Louise Bourgeois, Francis Picabia sowie mit einer Reihe von Präsentationen bedeutender Privatsammlungen verhalf er dem Haus zu überregionalem Ansehen.

Heinz-Norbert Jocks.: Wie verstehen Sie die Leitung eines Hauses wie die Deichtorhallen?

Zdenek Felix.: Meine vorrangige Aufgabe sehe ich in der Programmgestaltung, von der das Profil des Hauses abhängt. Hierzu gehört auch die zusätzliche Verpflichtung, das Haus ökonomisch zu sichern, weil Kultur und Kunst nicht zum Nulltarif zu haben sind. Jedes ernstzunehmende Ausstellungsinstitut muss sich als Ort der Auseinandersetzung mit den für das Verständnis heutiger Kunst wichtigen Fragen begreifen.

Gibt es so etwas…

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