Ausstellungen: Wien , 2010

Ursula Maria Probst

Where do we go from here?

»Don’t protect me from what I want«

Wiener Secession, 2.7. – 29.8.2010

Die Ausstellung „Where do we go from here?“ mit der die Wiener Secession ihre seit 1984 in unregelmäßigen Intervallen stattfindenden Projekte zur „Jungen Szene“ fortsetzt, regt bereits beim Betreten zu Überlegungen über die Wechselwirkungen von Kunstproduktion und geopolitischen Transformationsprozessen an. In der Auswahl von KünstlerInnen wie Liliana Basarab, Vesna Bukovec, Petra Feriancová, Judit Fischer, Ana Hoffner, Nilbar Güres, Roberta Lima, Katarina Sevic, Christoph Meier oder Timea Anita Oravec sticht nicht nur der außergewöhnlich hohe Anteil an Künstlerinnen hervor, sondern auch, dass der Radius der kuratorischen Aktivitäten von Elisabeth Bettina Spörr sich nicht auf Wien beschränkt, sondern zentral- und osteuropäische Tendenzen stark einbezieht. Welche Rolle spielt Wien als Kunstmetropole und als Transitraum zwischen Ost und West für eine künstlerische Standortbestimmung? Ist der Hinweis darauf, dass sich der Titel auf eine von Martin Luther King 1967 veröffentlichte Publikation der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung und deren soziopolitische Vision bezieht, relevant für die Betrachtung der einzelnen Positionen im Display und deren Protestpotential? Konkret thematisiert der Titel „Where do we go from here“ die Lebens- und Arbeitsbedingungen mit welchen sich die heutige Generation von KünstlerInnen durch das an sie gestellte Anforderungsprofil von mobilen Normaden im Kunstbetrieb konfrontiert sieht. Ein Aspekt der Ausstellung ist außerdem, dass viele der beteiligten KünstlerInnen die Realität des Kommunismus, die Teilung Europas und den Übergang in den Postkommunismus miterlebten und diese Erfahrungen durch Installationen, Zeichnungen, Fotografien oder Videos einfließen lassen. Im theoretischen Diskurs rund um die…

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von Ursula Maria Probst

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