Ausstellungen: Berlin · von Thomas Wulffen · S. 357
Ausstellungen: Berlin , 2001

Thomas Wulffen

Alain Bublex: »Plug-In City«

Galerie Juliane Wellerdiek, Berlin, 11.5. – 30.6.2001

Die zeitgenössische französische Kunst hat im Nachbarland Deutschland einen schweren Stand. Neben den üblichen Verdächtigen und bekannten Größen wie Frabrice Hybert, Phillip Parreno oder Dominique Gonzalez-Foerster existiert eine andere junge Generation, die hier kaum bekannt ist. Dazu gehören Philip Ramette, Gilles Barbier, Matthieu Laurette, Pascal Convert, Mathieu Mercier, Basserode oder Alain Bublex. Nur wenige Galerien und Institutionen stellen diese Künstler aus, weil sie sich offensichtlich nicht dem mainstream aktueller Kunst anschließen wollen. Zu diesen dissidenten Galerien gehört auch die Galerie Juliane Wellerdiek in der Torstraße in Berlin-Mitte. Die Galeristin hat Philippe Ramette, Basserode und Gilles Barbier schon in ihren Galerienräumen gezeigt und präsentiert nun die Ausstellung einer Ausstellung mit Alain Bublex. Die Doppelung des Wortes ‚Ausstellung‘ ist kein Fehler, sondern beruht auf einem konkreten Ausstellungskonzept für die Galerie, das von dem Künstler Matthias Lengner entwickelt wurde. Er hat zwei Gestelle entwickelt, die im Raum frei bewegt werden können. Sie bieten jeweils eine Wand und eine Art Regalbrett an, sind aber darüber hinaus frei beweglich. Jeder Künstler, der in der Galerie ausstellt, verwendet diese Elemente nach seinem Gusto. In der Verwendung dieser Gestelle wird einerseits das Werk von Matthias Lengner ausgestellt, aber auch die Arbeit des Künstlers, der mit den Gestellen arbeitet. Dadurch entsteht ein reziprok parasitäres Verhältnis, das sich auch auf den Einladungskarten ablesen lässt. Dort sind Einschnitte vorhanden, die die Gestelle und deren Stellung im Galerieraum wiedergeben.

Alain Bublex zeigt Ausschnitte aus seinem Zyklus ‚Plug-In City‘, der sich auf eine…

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