Titel: 49. Biennale von Venedig · von Heinz-Norbert Jocks · S. 192
Titel: 49. Biennale von Venedig , 2001

Niederlande

Liza May Post

Kommissar: Jaap Guldemond

Stellvertretender Kommissar:
Monique Verhulst

Liza May Post, Jg. 1965, spätestens durch eine Ausstellung im Stedelijk Museum einem größeren Publikum bekannt geworden, hat in dem Holländischen Pavillon eine Installation aufgebaut, in der sich Fotografien und Filme vermischen. Thema ist die Existenz des Menschen in seiner Zeit. Per Email führte Heinz-Norbert Jocks ein Gespräch.

*

Heinz-Norbert Jocks: Kannst du mir deine Arbeit in Venedig erklären?

Liza May Post: Dort geht es mir um eine Atmosphäre, welche ermöglicht, Filme und Fotografien gleichzeitig zu sehen., so dass es sich vermischt und der Betrachter durcheinandergerät und nicht mehr zwischen dem, was sich bewegt, und dem, was stillsteht, unterscheiden kann. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.

Was stand am Anfang deiner Karriere?

Verlust. Traurigkeit. Depression. Trennung. Angst. Unruhe. Zorn. Und das Bedürfnis, über individuelle Erfahrungen mit unserer Gesellschaft, deren Bedürfnissen und Forderungen zu kommunizieren. Ich hatte den Wunsch nach Bildern, welche dem anderen etwas bedeuten, und dies schien mir ein Weg zu sein, eine Brücke zu schlagen und Dinge in andrer Perspektive zu sehen.

Mehr zur Anfangssituation, bitte!

Ich war darüber verwundert, dass bestimmte visuelle Erinnerungen abrufbar waren, welche mir vorkamen, als hätten sie sich in meinem Gedächtnis eingegraben. Es handelte sich um lebensverändernde Momente aus meiner Jugend. Weitere Dinge, die hinzukamen, veränderten das Erinnerungsmaterial, und ich wollte herausfinden, was passiert, wenn ich darauf mit mehr Distanz blicke. Dabei entdeckte ich, dass anderen eine Erkenntnis zuteil wird durch die Erfahrung dessen, was mit den Bildern passiert ist. Daraus ziehen sie ihre Erfahrungen.

Beschreibe doch einmal deine ersten Dias, Shows und…

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von Heinz-Norbert Jocks

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