Gespräche mit Galeristen , 2001

»Austausch verstärken«

Jürgen Raap im Gespräch mit Heinz Holtmann, dem neuen Vorsitzenden des Bundesverbandes Deutscher Galerien

Heinz Holtmann wurde 1939 in Hamm/Westfalen geboren. Nach dem Kunstgeschichtsstudium in Heidelberg und Kiel war er von 1968 bis 1971 Assistent an der Kieler Kunsthalle und kommissarischer Leiter der grafischen Sammlung. Von 1972-1977 leitete er den Kunstverein Braunschweig, war anschließend bis 1982 Gründungsdirektor des Mönchehaus-Museums Goslar und beratendes Mitglied in der Jury zur Vergabe des Kaiserrings an internationale Künstler. 1979 hatte er seine erste Galerie in Hannover, zeigte dort die Künstler des Nouveau Réalisme, Dieter Roth, Arnulf Rainer u.a. Seit 1980 ist er mit seiner Galerie in Köln ansässig. 1997 veröffentlichte er das Buch „Keine Angst vor Kunst“. Seit April 2001 ist er als Nachfolger von Dietmar Löhrl (Mönchengladbach) Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Galerien BVDG e.V.

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Jürgen Raap: Herr Holtmann, der Bundesverband Deutscher Galerien BVDG und der Bundesverband Deutscher Kunstverleger BDK wollten fusionieren. Aber auf der Mitgliederversammlung des BVDG war eine Abstimmung aus formalen Gründen ungültig gewesen, weil kein Notar anwesend war, und bei einer zweiten Abstimmung kam nicht mehr die erforderliche Mehrheit zustande. Der bisherige BVDG-Vorsitzende, Ihr Mönchengladbacher Kollege Dietmar Löhrl, kündigte daraufhin an, nicht mehr für den Vorsitz kandidieren zu wollen. So sind Sie im April zum neuen Vorsitzenden gewählt worden. Sind die Fusionspläne nun endgültig vom Tisch?

Heinz Holtmann: Ja, die Fusionspläne sind erst einmal vom Tisch. Es hat sich herausgestellt, dass beide Verbände doch sehr heterogene Galerien als Mitglieder haben, die eben nicht so ohne weiteres in einem einzigen Verband zusammengeführt werden können.

Der…

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