Gespräche mit Kunstvermittlern · von Ursula Maria Probst · S. 390
Gespräche mit Kunstvermittlern , 2003

DISKURSFORUM MUSEUM MODERNER KUNST

URSULA MARIA PROBST IM GESPRÄCH MIT EDELBERT KÖB

Seit 1. Januar 2002 ist Edelbert Köb Direktor des Museums Moderner Kunst im MuseumsQuartier Wien. 1942 in Bregenz geboren, wechselte er vom Kunsthaus Bregenz und seinem langjährigen Prorektorat an der Akademie der Bildenden Künste in die sich vermehrt im Ausstellungsbetrieb konkurrenzierende Wiener Museumslandschaft. Die Sammlung des Mumok ist charakterisiert durch einen kleinen Block klassischer kritischer Moderne, durch einen signifikanten Schwerpunkt gesellschafts-, objektbezogener und performativer Kunst der 60er Jahre, sowie einen fortlaufenden Überblick der Kunst ab 1970. Durch Vortragsveranstaltungen wie über dokumentarische Strategien in der Kunst und zur Performance werden diese nun vermehrt in einen diskursiven Rahmen gespannt.

Ursula Maria Probst: Unlängst fand im Radiokulturhaus in Wien eine Tagung der Direktoren statt, mit am Tisch Kasper König. Es fehlten die Museumsdirektoren Peter Noever (MAK), Wilfried Seipl (Kunsthistorisches Museum), Klaus Albrecht Schröder (Albertina Wien). Als Stellvertreter des Mumok nahm Rainer Fuchs teil. Wie wichtig ist es, sich innerhalb der österreichischen Museumslandschaft als Museum Moderner Kunst zu positionieren?

Edelbert Köb: Wenn derartige Veranstaltungen politisch etwas bewirken sollen, haben sie nur Sinn, wenn die Verantwortlichen daran teilnehmen (leider war ich krank). Unsere Aufgabe ist darauf hinzuweisen, dass das Museum Moderner Kunst, als das große Bundesmuseum sozusagen, die Fortsetzung des Kunsthistorischen Museums ab der Moderne ist und damit auch gewisse Ansprüche – des Museums an sich, aber auch solche der Republik an das Museum – verbunden sein müssten.

Nun scheinen Sie das inhaltlich, architektonisch und strukturell marode Museum bereits auf Erfolgskurs gelenkt zu haben.

Ich glaube, dass es bereits…

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