Gespräche mit Kunstvermittlern · von Andreas Denk · S. 410
Gespräche mit Kunstvermittlern , 2005

ANDREAS DENK

Ein pragmatisches Medium

Gespräch mit Georg Elben über die Videonale 10

Georg Elben studierte Kunstgeschichte, politische Wissenschaft und Germanistik in Bonn, Mailand und Karlsruhe. Seit 1993 arbeitet er als Kunstberater für die KfW Bankengruppe (bis 2003 Deutsche Ausgleichsbank) in Bonn und Berlin, für die er eine Sammlung junger deutscher Kunst angelegt hat. Im Sommersemester 2000 nahm Georg Elben einen Lehrauftrag an der HfG Karlsruhe wahr. Ebenfalls seit 2000 konzipiert er monographische Ausstellungen – zuletzt (2004) „Oops! – I did it again“ im Kunst Museum Bonn mit Arbeiten von Christian Jankowski. In diesem Jahr kuratiert er die Videonale 10. Mit Georg Elben sprach Andreas Denk.

Andreas Denk: Die Videonale, die als eins der ersten Videofestivals 1984 auf studentische Initiative gegründet wurde und damals innerhalb der ersten Bonner Kunstwoche ihre Premiere hatte, erlebt nach zwanzig Jahren einen Relaunch: Nicht mehr, wie viele Jahre, der Bonner Kunstverein, sondern das hiesige Kunstmuseum ist jetzt zur Spielstätte der Videonale 10 geworden. Hat sich auch inhaltlich etwas geändert? Wie unterscheidet sich Ihr Konzept der Videonale von den vorhergehenden neun Festivals?

Georg Elben: Für mich ist insbesondere die letzte Videonale, die Sören Grammel kuratiert hat, weniger ein Festival als vielmehr eine Themenausstellung gewesen. Die Auswahl der Arbeiten, die damals zu sehen war, orientierte sich an Überlegungen, welche Möglichkeiten die Dokumentation in der Kunst eröffnet. Mein Ziel in diesem Jahr war es, das wieder neu zu beleben, was aus meinem Verständnis für die Videonale immer das zentrale Anliegen war und was ihre Einzigartigkeit in Deutschland geprägt hat: nämlich einen gewissen Überblick…

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