Ausstellungen: Hamburg , 1998

Jens Rönnau

»emotion«

Junge britische und amerikanische Kunst aus der Sammlung Goetz

Deichtorhallen Hamburg, 30.10.1998 – 17.1.1999

Die Welle der „Emotion“ scheint endgültig hereingebrochen über der alten Hansestadt Hamburg. Was mit den Fotos bei „Emotions & Relations“ und auch der Trockel-Schau in der Hamburger Kunsthalle kürzlich begann, setzt wenige hundert Meter entfernt jetzt Zdenek Felix in den Deichtorhallen fort mit „emotion“, einer fokussierenden Auswahl junger britischer und amerikanischer Kunst aus der Münchener Privatsammlung Goetz. Jene Sammlung, die zu den profiliertesten europäischer Gegenwartskunst gerechnet wird, umfaßt einige tausend Werke, vorwiegend italienische Arte Povera und „minimalistische Malerei“. Sie ist besonders in den letzten fünf Jahren erheblich um die junge britische und amerikanische Szene ergänzt worden. Hieraus durften die Deichtorhallen recht freizügig auswählen. Einige in Hamburg hinlänglich bekannte Namen wie Cindy Sherman, Jeff Wall oder Nan Goldin blieben dabei unberücksichtigt. Man wählte streng gerecht jeweils neun britische Positionen (Angela Bulloch, Willie Doherty, Tracey Emin, Douglas Gordon, Mona Hatoum, Abigail Lane, Sarah Lucas, Sam Tayler-Wood, Rachel Whiteread) sowie neun amerikanische Vertreter (Matthew Barney, Robert Gober, Mike Kelley, Louise Lawler, Sherry Levine, Cady Noland, Tony Oursler, Richard Prince, Andrea Zittel).

In den Katalogtexten spiegelt sich indes eine eindeutige Vorliebe für die junge britische Kunstszene – mit gutem Grund: hier gilt es die neuen Strömungen eines echten künstlerischen Aufbruchs zu verfolgen, die sich aus einer bis vor wenigen Jahren konservativ geprägten Kunstszene heraus entwickelten. Während die jungen Tendenzen in New York oder Los Angeles seit je zum guten Ton zählen, mußten sie sich in London erst mit Selbsthilfeprojekten Bahn brechen. Ausbildungszentren…

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