Magazin: Museen & Institutionen · von Cornelia Gockel · S. 482
Magazin: Museen & Institutionen , 2001

CORNELIA GOCKEL

Eröffnung der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung in München

Die hängenden Gärten haben noch nicht Einzug in die Salvatorpassage gehalten und eine riesige Baugrube gähnt dort, wo sich später einmal großzügige Büros und elegante Geschäfte befinden sollen. Dennoch konnten drei der „Fünf Höfe“, die das Architektenteam Herzog & de Meuron für die HypoVereinsbank in München als europäische Antwort auf die amerikanische Shopping Mall entworfen haben, bereits in Betrieb genommen werden.

1994 war das Schweizer Büro als Sieger eines hochkarätig besetzten Ideenwettbewerbs hervorgegangen. Doch der radikale Entwurf, der den Abriss sämtlicher Gebäude vorsah, rief die Denkmalschützer und Münchner Bürger auf den Plan. Als sich schließlich durch die Fusion mit der Bayerischen Vereinsbank auch noch das Nutzungskonzept änderte, schien eine Realisierung in weite Ferne gerückt. Doch Herzog & de Meuron reichten 1998 einen neuen Entwurf ein, bei dem 60 Prozent des Bestands sowie die vertraute Fassade aus der Nachkriegszeit erhalten bleiben konnte. Lediglich an einer Stelle der Theatinerstraße bildet sich der Umbau auch nach außen ab. Mit Faltläden aus bronzierten Lochblech, die die mehrschichtige Fassade bedecken, setzen die Schweizer ein gut sichtbares Zeichen. „Ursprünglich wollten wir uns ja hinter dem alten verstecken, nur eine radikale Neukonzeption von Innenraumskulpturen schaffen“, erklärt Jacques Herzog: „An dieser Stelle nun dringt das Innere nach außen – als ob sich das Futter eines Anzugs nach außen dreht.“

Hier befindet sich auch der Eingang zur neuen Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung, dem Herzstück der „Fünf Höfe“. Sie musste von ihrer zentralen Lage an der Theatinerstraße in den zweiten Stock im Inneren des Gebäudes weichen….

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