Kunstforum-Gespräche , 2005

URSULA MARIA PROBST

Kooperation als Synergieeffekt

Ein Gespräch mit Hemma Schmutz

Hemma Schmutz zählt durch ihre Co-Kuration von Ausstellungen wie Double Life“, Allan Sekula“, Dass die Körper sprechen, auch das wissen wir seit langem“ oder Kritik des Privaten“ zu den ambitioniertesten KuratorInnen im diskursiven Kunstkontext. Ihr Begriff von Kunst im öffentlichen Raum ist stark von der performativen Kunst und einem ephemeren Ansatz geprägt. Über ihre Pläne avancierte Kunstdiskurse und internationale Synergien als neue Direktorin des Salzburger Kunstvereins zu forcieren, sprach sie mit Ursula Maria Probst.

Ursula Maria Probst: Im März 2005 beginnen Sie mit Ihrer Tätigkeit als Direktorin des Salzburger Kunstvereins. Wie sieht Ihr Konzept dafür aus?

Hemma Schmutz: Ich bin angetreten mit dem Vorschlag, stark mit thematischen Schwerpunkten zu arbeiten, die das Jahresprogramm strukturieren. Zusätzlich zu dem Ausstellungsprogramm soll ein breites Veranstaltungsangebot initiiert werden. Ich bringe da meine beiden wichtigsten Berufserfahrungen ein, indem ich meine Kuratorinnentätigkeit in der Generali Foundation mit meinen diskursive Erfahrungen aus dem Depot fusioniere. Es ist wichtig, dass man einerseits Ausstellungen auf sehr hohen Niveau macht und andererseits versucht, das zu kommunizieren und die Mitwirkung einer Szene sichtbar werden lässt. Es ist deshalb spannend noch andere Bereiche einzubeziehen, wie Film, Musik, Literatur oder Initiativen, die an sozialen Fragen interessiert sind. Grundsätzlich ist im Kunstverein ein Ort geplant, der als Veranstaltungs- und Informationsort funktioniert mit Publikationen und Kunstmagazinen oder als Büro für verschiedene Gruppen, die sich andocken. Der Kunstverein muss sich öffnen.

Der künstlerische und theoretische Diskurs ist Ihnen nach wie vor ein wichtiges Anliegen. 1994-1997 waren Sie für die Veranstaltungskonzeption im…

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von Ursula Maria Probst

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