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Biennalen: Biennale Lyon · von Fabian Stech · S. 358 - 360
Biennalen: Biennale Lyon , 2003

FABIAN STECH
Lyon reloaded

C’est arrivé demain
Biennale in Lyon
Rectangle, Musée des Beaux Arts, Musée d’Art Contemporain, Institut d’Art Contemporain de Villeurbanne, Sucrière, 18.9.2003 – 4.1.2004

Einer der Schwerpunkte der Biennale 2001, die als Vorspiel für 2003 angekündigt war, ist das Computerspiel als Medium der Kunst gewesen. Die siebte Edition der Biennale in Lyon steht nun im Zeichen des Films. Die Direktoren Thierry Raspail und Thierry Prat beauftragen in diesem Jahr das Consortium in Dijon mit der Auswahl der Künstler. Xavier Douroux, Frank Gautherot und Eric Troncy arbeiteten mit dem amerikanischen Kunstkritiker und Kurator Robert Nickas und der belgischen Kuratorin Anne Pontégnie zusammen. Ein Film von René Clair gab der Biennale ihren Titel “C’est arrivé demain” Ein Journalist, der immer schon weiß was morgen passiert, sieht sich mit der Ankündigung seines eigenen Todes konfrontiert und versucht ihn zu verhindern. “Es geschah morgen” verkehrt die Kontinuität der Zeit. Der Titel beinhaltet Hegels Diktum vom Ende der Geschichte ebenso wie er auf die anhaltende historische Funktion der Avantgarde vertraut. Somit deutet er eine unmögliche Synthese zwischen der Zielgerichtetheit des historischen Prozesses und dem Anything goes der Postmoderne an.

62 Künstler werden an fünf verschiedenen Orten vorgestellt. Obwohl die Ausstellungsorte alle weit voneinander entfernt liegen, entsteht ein Parcours von außergewöhnlicher Kohärenz, fast als seien nicht fünf Kuratoren beteiligt gewesen, sondern als stünde ein einziges theoretisches oder praktisches Konzept hinter der Kombination. Alle Werke wurden so im Raum installiert, dass sie sich frei von Interferenzen entfalten können, ohne einander zu stören. Gleichzeitig bilden sie füreinander einen…



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