Gespräche mit Künstlern · von Amine Haase · S. 287
Gespräche mit Künstlern , 2000

BERNARD FRIZE

»Malen ist wie Blumen
in eine Vase stellen«

EIN GESPRÄCH MIT AMINE HAASE

„Lebt und arbeitet in Paris“ heißt es lakonisch in den biografischen Angaben zu Bernard Frize, die ansonsten aus einer umfangreichen Ausstellungsliste und aus Literaturangaben bis hin zu Zeitungskritiken bestehen. Frize gehört zu der Generation von Günter Umberg, Helmut Federle und David Reed. Aber verglichen mit den drei Malern wirkt Frize eher wie ein Chamäleon, dessen Werk sich ständig zu ändern scheint. Eines seiner frühen Bilder hängt in Günter Umbergs Ausstellung „body of painting“ im Kölner Museum Ludwig. Eine Werkübersicht, die zuvor in Nîmes, Wien und St. Gallen zu sehen war, macht im Westfälischen Landesmuseum Münster Station (20.8. bis 15.10.2000).

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Amine Haase: Bernard Frize, Ihr Maler-Freund Günter Umberg stellt Ihr Werk nicht zum ersten Mal in der Kölner Ausstellung „body of painting“ in Zusammenhang mit seinen eigenen Bildern und denen anderer Maler. Er hat das zum Beispiel 1997 bei „Wetterleuchten“ in der Galerie Evelyne Canus in La Colle-sur-Loup gemacht und 1998 im Museum Dhondt-Dhaenens in Deurle. Was verbindet Sie mit Günter Umberg?

Bernard Frize: Mich interessiert an Günter Umbergs Bildern, wie der Material-Aspekt, der Herstellung-Prozess Teil des Bildes wird – ein Vorgang, der sehr komplex ist. Noch mehr interessiert mich der kinetische Aspekt seiner Arbeit – wobei ich gar nicht weiß, ob er mit einer solchen Bemerkung einverstanden ist. Damit meine ich natürlich nicht die Kinetik der sechziger Jahre – wie bei Soto oder Vasarely. Mit Kinetik meine ich, dass die Bilder von Günter Umberg in den Raum hineingehen. Oft sind…

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