Nachrichtenforum: Messen & Märkte · von Jürgen Raap · S. 19
Nachrichtenforum: Messen & Märkte , 2004

Mit rund 200.000 Besuchern erwies sich die ARCO Madrid auch in diesem Jahr wieder als Publikumsmagnet. Die meisten der 277 ausstellenden Galerien konnten mit ihren Umsätzen durchaus zufrieden sein. Neben dem Schwerpunktthema „Griechenland“ gab es auch ein Sonderprogramm mit 36 Galerien aus Lateinamerika und ein Kuratorenprogramm mit junger afrikanischer Kunst. Doch es waren diesmal auch kritische Töne seitens der Aussteller zu vernehmen: Der Anteil des Fachpublikums unter den Besuchern sei doch relativ gering gewesen, so wurde geklagt. Die junge internationale Avantgarde, wie man sie beispielsweise auf der Londoner Frieze Art zu sehen bekäme, hätte es auf der ARCO immer noch ziemlich schwer, hieß es weiter. Deshalb unternimmt die Messeleitung 2005 eine kleine programmatische Verjüngung: Im nächsten Jahr ist eine Sonderschau mit jungen Zeichnern unter 35 Jahren geplant.

Hans Knoll, Vorsitzender des Verbandes österreichischer Galerien in Wien, dementierte, der Verband habe sich „ablehnend über die ART INNSBRUCK geäussert“. Über die „Qualität und die Teilnahme an Kunstmessen zu entscheiden“ sei nicht Aufgabe des Verbandes, sondern der einzelnen Galerien. Einige renommierte Wiener Galerien haben die Innsbrucker Kunstmesse im März 2004 bewusst gemieden. Diesen Galerien hatte im vergangenen Jahr das Niveau der Veranstaltung missfallen.

Die St’Art Strasbourg (Februar 2004) hatte ihre Besucherzahl um 10 % auf nunmehr 30.000 steigern können. 87 Galerien aus 14 Ländern verliehen dieser relativ kleinen Messe internationales Flair. Gegenüber ihrer neuen lokalen Konkurrenz Art Karlsruhe erproben die Straßburger Messemacher die Strategie, vom Image der reinen Regionalmesse wegzukommen.

Die Stuttgarter Zeitung attestierte der Art Karlsruhe, sie sei eine „gemütliche“ Veranstaltung mit „wenig Außergewöhnlichem oder…

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