Titel: Pläne - Projekte - Perspektiven · S. 159
Titel: Pläne - Projekte - Perspektiven , 1990

Museum am Ostwall Dortmund

Ostwall 7, 4600 Dortmund
0231/542232

Dr. Ingo Bartsch

Nach Studium und Promotion in Berlin-West war Ingo Bartsch Volontär an der Kunsthalle Baden-Baden und Kustos am Museum Bochum, bevor er 1988 als Direktor des Dortmunder Museums am Ostwall die Nachfolge von Dr. Eugen Thiemann antrat. 1989 zeigte er dort von Alfred Hrdlicka den „Zyklus zur Großen Französischen Revolution, in diesem Jahr Kuno Gonschior und Hannsjörg Voth.

Auch Bartsch mußte in jüngster Zeit zwei Projekte zurückstellen, die sich unter den gegebenen technischen und räumlichen Bedingungen nicht realisieren ließen. „Informel in Europa“ und eine große Werkschau von Eduardo Chillida. Immerhin ist ein Neubau für das Dortmunder Museum in der kommunalen „Museumsentwicklungsplanung“ vorgeschlagen. Nachdem das derzeitige Jahresprogramm in die Ausstellung „Jenseits der Großen Mauer – der erste Kaiser von China und seine Terrakotta-Armee“ mündet, will Bartsch nach dem Umbau des Hauses 1991 „Glanzlichter der eigenen Sammlung“ herausstellen. Seine Ausstellungspolitik lehnt sich an die Sammlungsschwerpunkte Informel, Fluxus und Expressionismus an, ergänzt durch Performance, Video- und Fotokunst sowie Architekturkonzepte. Zur Medienkunst bemerkt Bartsch: „Diese wird zunächst den technisch entsprechend ausgerüsteten Museen überlassen, eine Neuorientierung ist jedoch angestrebt.“

So lauten die weiteren Ausstellungsprojekte 1991:

– Robert Schad: Dortmund-Projekt

– Naturraum-Kunstraum (Internationales Projekt zur Dortmunder Bundesgartenschau 1991)

– Mario Moronti – neue Arbeiten des Genueser Künstlers

– „Sammlung Cremer“ – erste Teilpräsentation der Dauerleihgabe

– Diethelm Koch – konkrete Plastik

Bei den für 1990/91 konkret avisierten Ankaufsvorhaben fällt auf, daß Bartsch bereit zu sein scheint, jene Zeithöhe mit zutragen, die der Begriff „Installation“ in jüngster Zeit gewonnen hat: Fred Thieler soll mit seinem „Dynamischen Raum“…

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