Titel: Pläne - Projekte - Perspektiven · S. 141
Titel: Pläne - Projekte - Perspektiven , 1990

Neuer Berliner Kunstverein

Kurfürstendamm 58, 1000 Berlin
15030/3237091 – 93
Dr. Lucie Schauer

Aus Karlsbad (CSFR) gebürtig, promovierte Lucie Schauer 1959/60 an der FU Berlin, arbeitete dann in den sechziger Jahren als Kunstkritikerin für verschiedene Zeitungen und Sendeanstalten und wurde 1965 Feuilletonredateurin bei der „Welt“. 1975 wurde sie Direktorin des Neuen Berliner Kunstvereins.

Als größere Projekte realisierte sie in den letzten Jahren:

„Elementarzeichen“ (1985)

„Androgyn“ (1986/87) (Konzept: Ursula Prinz)

den Skulpturenboulevard (1987) und

1989 „Maschinenmenschen“ sowie „Video-Skulptur“ in Kooperation mit dem Kölnischen Kunstverein

*

J.R.: Die Artothek des NBK hat einen Ankaufsetat von 80 000 DM. Woher stammt das Geld?

L.S.: Aus Mitteln der Klassenlotterie. Diese 1970 gegründete Artothek war übrigens die erste in Deutschland, und heute kaufen wir pro Jahr etwa 100 bis 150 Arbeiten an, Unikate wie Auflagengrafik.

Konzentriert sich die Ankaufspolitik in erster Linie auf die Berliner Künstler?

Natürlich bietet uns das Gros der Berliner Künstler Werke zum Ankauf an, aber wir wollen auch von außerhalb, auch in internationalem Rahmen Arbeiten annehmen. Die Kommission mit zwölf Personen, die darüber entscheidet, tritt etwa vier- bis fünfmal im Jahr zusammen.

Für Ausstellungen haben Sie aber keinen Zusatzetat?

Unser Jahresetat liegt bei 1,4 Mill. DM, darin sind diese Ankäufe für die Artothek, für unser Videoforum und für die mobile Artothek, die Schulen und Betriebe bedient, enthalten. Für die Ausstellung mit Plastiken und Zeichnungen von Eduardo Chillida, die wir um die Jahreswende im Gropius-Bau zeigen, ist noch ein zusätzlicher Sonderetat von rund einer halben Million erforderlich.

Sie zeigen nun mit Eberhard Göschel und Wolfgang Smy zwei Künstler aus Dresden. Wurde das schon vor der Maueröffnung geplant?

Wir…

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