Ausstellungen: Wien · von Franz Thalmair · S. 301
Ausstellungen: Wien , 2014

Franz Thalmair

Ragnar Kjartansson und Freunde

»Das Schloss des Sommerlandes«

Thyssen-Bornemisza Art Contemporary, Wien, 3.4. – 8.6.2014

Selbst wenn sich, wie jedes Jahr im Frühling, bei den ersten Sonnenstrahlen die Liege- und Spielweisen des Wiener Augartens mehr und mehr mit Menschen füllen, ist es seit Ende April wieder etwas ruhiger geworden in der barocken Gartenanlage. Nach einer mehr als vier Wochen dauernden Performance mit dem Titel „Das Schloss des Sommerlandes“ (2014) haben der aus Island stammende Künstler Ragnar Kjartansson und mehr als zwanzig seiner Freunde ihre Zelte bei Thyssen-Bornemisza Art Contemporary wieder abgebrochen. Die Zelte abbrechen bedeutet in diesem Fall jedoch nicht, dass der seit 2012 von der Stiftung und Privatsammlung bespielte Ausstellungsraum an einem der schönsten Flecken der öffentlichen Parkanlage leer steht. Im Gegenteil, die großzügigen Räume sind voll wie nie zuvor und bleiben bis Anfang Juni in diesem Zustand. Zu sehen ist allerhand Ausstattung, die die Truppe von Kunst- und Kulturschaffenden unter der Leitung von Kjartansson benötigt hat, um vor Ort den Roman „Westlicht“ des isländischen Nobelpreisträgers für Literatur Halldór Laxness zu verfilmen.

Im ersten der vier aufeinanderfolgenden Ausstellungsräume sehen BesucherInnen jenen Ort, an dem während der Performance Requisiten und Bühnenbilder produziert wurden und die im darauffolgende Raum als Szenario für den Filmdreh zum Einsatz kamen: Meterlange Leinwände liegen zusammengerollt am Boden, lediglich die Farbstimmung der unterschiedlichen Hintergründe lässt sich erahnen; ein halbes Ruderboot aus Holz oder einem anderen Material, das Holz zumindest ähnelt; Biertische, auf denen sich Modelle von Bühnenbildern befinden, die ähnlich sporadisch ausfallen wie die Bühnenbilder selbst; Skizzen und Notizen,…

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