Biennalen: Biennale Lyon , 2001

FABIAN STECH

Der Homo ludens und die Kunst

BIENNALE LYON »CONNIVENCE«

LYON: MUSÉE D’ART CONTEMPORAIN, LES SUBSISTANCES, L’ORANGERIE,
PARC DE LA TÊTE D’OR, 23.6. – 23.9.2001

Seit 1991 findet in Lyon eine Biennale statt. Ursprünglich als jährliche Ausstellung in Paris begonnen, ist sie im Zuge der Dezentralisierung Frankreichs von der Seine an die Stadt zwischen Rhône und Saône gelangt. Nach der Biennale zur Jahrtausendwende wird die Ausstellung künftig nur noch an ungeraden Jahreszahlen stattfinden. Zur diesjährigen Eröffnung war Catherine Tasca, die französische Kulturministerin, angereist, unter anderem auch, um ihre Unterstützung für Lyon gegen eine immer wieder in Erwägung gezogene Konkurrenzveranstaltung in Paris zum Ausdruck zu bringen. Der Staat wird gemeinsam mit der Stadt und der Region die Biennale in Lyon auch künftig fördern. Dieses Jahr beträgt das Budget 15,6 Millionen FF.

Die Veranstaltung findet an drei verschiedenen Orten statt, da die Halle Tony Garnier belegt war. Der erste Teil wird im von Renzo Piano erbauten Museum für zeitgenössische Kunst mit seinen drei Etagen gezeigt. Von dort aus gelangt man nach einem Spaziergang durch den malerischen, von mediterranem Licht durchfluteten Park „des goldenen Kopfs“ zur am Anfang des 19. Jahrhunderts erbauten Orangerie. Der dritte Teil befindet sich in den „Subsistances“ einem ehemaligen Kloster. Heute ist es ein Ort für zeitgenössische Kreationen, der von Klaus Hersche, einem der eingeladenen Gastkuratoren, geleitet wird. Die künstlerischen Leiter der Ausstellung sind wie immer Tierry Raspail und Tierry Prat, allerdings bestritten sie diesmal die Biennale nicht mit einem geladenen Gastkurator, sondern mit sieben auf einen Streich. Ob der Titel „Connivence“…

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