Serie: Atelierbesuche , 2018

Atelierbesuche
Eine Serie von Anneli Botz

Das Atelier ist dem Künstler Werkstatt, Wirkungsstätte und kreativer Raum der Entfaltung, aber auch Rückzugsort, Inspirationsquelle und Struktur. In dieser Ausgabe von KUNSTFORUM International gewähren zwei Berliner Künstler Einblick in ihren Ort des Schaffens: Andro Wekua und Claudia Comte.

Fertig ist es, wenn es nicht weiter geht

Im Atelier von Andro Wekua

Das Studio des georgischen Künstlers Andro Wekua liegt irgendwo zwischen Berlin Tiergarten und Charlottenburg in einem Backsteingebäudekomplex direkt an der Spree. Zumindest noch, denn hier wird rundum gebaut. Wo der Blick bis vor wenigen Wochen frei über das Gelände schweifen konnte, ragen jetzt Kräne aus der Baugrube. „Wir müssen hier auch irgendwann raus“, erklärt Wekua, zu verlockend sei das Angebot für den Vermieter. „Aber das verstehe ich“, fügt er an. Andro Wekua, geboren in , dem ehemaligen Abchasien, verließ seine zu diesem Zeitpunkt schon georgische Heimat mit sechzehn Jahren aufgrund der politischen Unruhen im Land er kam in die Schweiz, studierte später an der Visual Art School in Basel, lebte in Paris, New York und auch: Berlin. Seit vielen Jahren ist er international erfolgreich, mit einer Kunst, die sich Definitionen ebenso entzieht, wie sie Freiraum für Interpretation lässt. Malerei, Skulptur, Architektur, Installation und Film – Wekuas Welt ist vielfältig und unvorhersehbar und, nach eigener Aussage, weitestgehend frei von persönlicher Determination. Auch um Gefühle gehe es in seiner Arbeit nicht, selbst wenn diese natürlich allgegenwärtig wären. „Ich meine, ohne Emotionen kann ich nicht mal Wasser…


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