Titel: 52. Biennale Venedig , 2007

Argentinien
Kurator: Sergio Baur, Mercedes Parodi / Ines Katzenstein

Guillermo Kuitca – „Si yo fuera el invierno mismo / If I Were Winter Itself“

Die vier neuen Gemälde von Guillermo Kuitca im argentinischen Pavillon markieren einen radikalen Wechsel im Werk des argentinischen Malers. Bezog er sich in seinen früheren Arbeiten auf technische Codes räumlicher Darstellung aus Kartographie oder Architektur, rekurriert er in seinen neuen Bildern erstmals auf die Geschichte der modernen Malerei. „In the spirit of the Biennale I wanted to create something in a different direction, something that hasn’t much to do with my past work. I can’t think of a better venue than the Venice Biennale to do this, to reach back into art historical time and movements and to create from these a new form, which will be shown for the first time in this extraordinary historically significant building and city”, beschreibt Kuitca sein Anliegen. Die neuen Bilder basieren auf einer Auseinandersetzung mit den kubistischen Konstruktionen eines Picasso und Braque sowie den Raumkonzepten von Lucio Fontana. „Cubistoide topography“ nennt Kuitca seine Neuinterpretation und –auslegung grundlegender Fragestellungen der abstrakten Malerei. Die mit zahlreichen spätmanieristischen Gemälden ausgestattete Aula Magna des aus dem 17. Jahrhundert stammenden Ateneo Veneto bietet eine spannende Bühne für die großformatigen Bilder, die Kuitca auf schwarzen, frei im Raum stehenden Stellwänden installiert hat.

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von Susanne Boecker

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