Nachrichtenforum: Hochschulen & Akademien · von Jürgen Raap · S. 480
Nachrichtenforum: Hochschulen & Akademien , 2000

ZKM KARLSRUHE

Das Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe (ZKM) führt bis Juni 2001 eine Ausstellungs- und Veranstaltungsreihe „Individuelle Sozialisation und Netzwerkarbeit in der zeitgenössischen Kunst“ durch. Kurator ist Christoph Keller. Im August 2001 soll eine Katalogdokumentation erscheinen. Soziale Be­ ziehungen zwischen Künstlern verdichten sich heutzutage immer mehr zu einem „Geflecht von Netzwerkstrukturen“ mit entsprechenden Institutionen. Soziale Interaktion und strategische Kooperation haben hier eine stärkere Bedeutung als die individuelle künstlerische Verwirklichung. Früher hatte eine künstlerische Gruppenbildung eher die Durchsetzung stilistischer Trends und eine damit verbundene formale Ästhetik als gemeinsamen Nenner. Die Ausstellungsserie „Circles“ spürt den aktuellen Netzwerken in fünf Gruppenausstellungen nach, begleitet von Lesungen, Konzerten, Diskussionen. Zusätzlich werden im Rahmen sogenannter „Inserts“ Medienpräsentationen, Club-Abende und Vorträge geboten. Die „Circle“-Ausstellungen bestreiten u.a. Künstler aus Frankfurt, Los Angeles und Glasgow. Infos:www.zkm.de.

UNIVERSITÄT DER KÜNSTE WIEN

Prof. Ute Meta Bauer ist Leiterin des Instituts für Gegenwartskunst an der Kunstakademie Wien. Im Wintersemester 2000/2001 setzt sie die Vorlesungsreihe „Architekturen des Diskurses. Zur Konstruktion kommunikativer Räume“ fort. Hier geht es u.a. um die Bedingungen von Macht und Herrschaft und von Kapitalbildungen innerhalb des kulturellen Feldes, um Geschlechter- und Gesellschaftskonstruktionen. Dazu werden Texte von Bachelard, Bourdieu, Foucault, Jacobs, Lefebvre u.a. herangezogen. Eine weitere Vorlesung von Prof. Bauer widmet sich „Aktuellen Ansätzen feministischer Produktion“, Dr. Silvia Eiblmayr liest über „Die Ent-Materialisierung des Kunstwerks“ seit den 60er Jahren. Mag. Andreas Spiegel entwirft eine „Ästhetik der Flüchtigkeit und Identität“. Diese…

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